Das neunte Gemälde von Andreas Storm

Kurzmeinung, Buchbesprechung zu Das neunte Gemälde von Andreas Storm

“Das neunte Gemälde” von Andreas Storm startet völlig harmlos mit einem Anruf, in dem Lomberg gedrängt wird ein Gemälde zurück zuführen, welches scheinbar zu der Beutekunst der NS-Zeit gehört. Aber es kommt völlig anders, denn der Anrufer wird tot in einem Hotelzimmer gefunden und Lomberg gerät damit ins Fadenkreuz der Ermittlungen…

Wir bekommen hier einen klassischen Kriminalroman in dem neben der Kriminaloberrätin Sina Röhm auch der Kunstsachverständige Lennard Lomberg ermittelt. Ein ungleiches Paar, das sich aber zusammenschließt um das Gemälde zu finden und herauszufinden, was es damit auf sich hat. Die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen, die aber alle gut gekennzeichnet sind und lassen uns als Leser teilhaben an Kunstgeschichte, Beutekunst, aktuellem Mordfall und wie alles zusammenhängt. Durch die unterschiedlichen Stränge gibt es viele Informationen. Aber dadurch kommt die komplette Geschichte mit einer unerwarteten Dynamik daher, die einen als Leser fesselt.

Die Ausgestaltung von Lennard Lomberg beansprucht seinen Platz in dem Buch, denn seine Familiengeschichte ist teil des Falles, um das verschwundene Gemälde und es ist der Reihenauftakt mit ihm als Detektiv. Eine interessante Reise zwischen 1910 bis ins Jahr 2016,  in der historische Fakten eingewoben in eine fiktive Geschichte ihre Wirkung entfalten.

Ein solides Buch, das mich einige Stunden begleitet und spannend unterhalten hat. Natürlich gibt es ein paar Längen und man könnte bemängeln, dass wir uns ausschließlich in der Welt der gut situierten Kunstszene bewegen aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Insgesamt ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die mich auf Grund der Thematik sehr angesprochen hat und ich bin gespannt was uns Buch Nummer 2 bieten wird, das bereits angekündigt wurde.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für “Das neunte Gemälde” von Andreas Storm. So geht Spannung ohne blutig zu sein.

Buchinformationen:
Kurzmeinung, Buchbesprechung zu Das neunte Gemälde von Andreas Storm

(c) KiWi Verlag

Bonn im April 2016. Auf dem Weg zum Flughafen erhält Lennard Lomberg einen rätselhaften Anruf. Ein Mann namens Dupret drängt ihn, die Rückgabe eines verschollenen kubistischen Gemäldes zu organisieren, das sich unrechtmäßig im Besitz einer französischen Stiftung befinden soll. Kurz darauf wird Dupret tot in einem Bonner Hotel aufgefunden. Von dem Gemälde fehlt jede Spur.
Sofort gerät Lomberg ins Visier von Kriminalrätin Sina Röhm. Ihre Ermittlungen zeigen, dass der einst von den Nazis geraubte mutmaßliche Picasso unmittelbar mit der Geschichte von Lombergs Vater verbunden sein könnte. Lomberg senior hatte sich seinerzeit vom einfachen Leutnant für Kunstschutz im besetzten Paris der 1940er bis zum Generalbundesanwalt der Bonner Republik hochgearbeitet. (c) KiWi Verlag

Erscheinungsdatum: August 2022
Taschenbuch, 403 Seiten
Die Lennard-Lomberg-Reihe, Teil 1
Erscheinen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH
ISBN: 9783462003888
Auch als Ebook und Hörbuch erhältlich
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