Ein Lied für Molly von Claudia Winter

Rezension, Buchbesprechung zu Ein Lied für Molly von Claudia Winter

Ihr Lieben, es ist mal wieder soweit. Eine neue Besprechung zu einem Buch, das wir beide gelesen haben: “Ein Lied für Molly” von Claudia Winter.

In ihrem neuen Buch nimmt uns die Autorin mit nach Irland und wir dürfen Bonnie,  Josh und Robert auf eine Reise begleiten, die uns in den wundervollen Landstrich Connemara bringt.
Habt Ihr Lust zu erfahren, was wir beide über “Molly” denken?

Anja (Ana) stand kurz vor dem Sommerurlaub, als das neue Buch von Claudia Winter erschienen ist. Da war es klar, dass es mit den Urlaub musste. Tanja (Tii) war mitten im Umzugsstress und wollte lesen, kam aber nicht dazu. Aber wir wären ja nicht ein Team, wenn wir es  nicht trotzdem schaffen würden gemeinsam etwas zu lesen und zu schreiben.

Starten wir mit Bonnie, die mit dem Fund von handgeschriebenen Noten alles ins Rollen bringt. Gemeinsam mit Ihrem Sohn Josh und dem berühmten Musiker Robert Brenner unternimmt sie einen kleinen Roadtrip bis an die irische Küste und die wundervolle Landschaft von Connemara. Dort soll das Geheimnis um die Noten gelüftet werden…

Tanja:
Im Vergleich zu zahlreichen anderen Wohlfühlromanen ist das Setting dieses Mal eher grau, düster und trostlos. Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, bildungsfernes Umfeld und diverse Klischees und Vorurteile zum Thema “Armut” dominieren das Bild.

Anja:
Schon ein bisschen Klischee, oder? Alleinerziehende Mutter aus ärmlichen Verhältnissen, die nicht rauskommt aus dem schlechten Viertel und sich mit Arbeit in einem Imbiss über Wasser hält…

Tanja:
Bonnie ist schon irgendwie naiv, hilflos und eine recht ziemliche Glucke. Sie ist so bemüht ihren Sohn zu schützen, dass man den Eindruck gewinnt, dass sie sich hinter dem Kleinen vor der Welt selbst versteckt.

Anja:
Aber zumindest ist sie ehrlich und sie bringt die Noten zu dem Namen, den sie darauf findet, aber nicht ganz uneigennützig…

Tanja:
Stimmt. Wobei ich schon sagen muss, dass Robert / der Professor ja auch nicht ganz ohne ist und sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Die ersten Momente mit ihm in der Gegenwart haben kaum Ähnlichkeiten mit seinem vergangenen Ich. Da kommt erst später sein wahrer Charme zum Tragen.

Anja:
Ich mag die Geschichte von Robert und mir ging das sehr an die Nieren, was damals passiert ist. Ich habe mitgelitten und mitgefiebert bei der Geschichte in der Vergangenheit.

Tanja:
Molly und Robert – ein Paar, dass einem das Herzchen bluten und fliegen lässt. Man ahnt aber schon, dass dort was gaaaanz finsteres lauert.

Anja:
Ist dieses Dorf Ballystone mit samt den Einwohnern nicht der Knaller? Ich bin ein großer Fan der Wirtin, die sich in alle Belange einmischt und mit Ihrer Art einfach göttlich ist.

Tanja:
Ja, dieses Dörfchen und seine schrulligen Bewohner retten den Tag und stimmen mich dann doch etwas versöhnlicher mit dieser Geschichte.

Es gibt immer wieder Rückblicke und Einblicke in das Leben von Robert und was es mit dem Lied auf sich hat. Wir begleiten ihn als Musiklehrer und beobachten, wie er einem Jungen mit Hilfe der Musik auf den rechten Weg verhelfen will.

“Ein Lied für Molly” von Claudia Winter entführt uns auf die grüne Insel und vermittelt uns mit Ihrer wundervollen Art zu schreiben ein Gefühl für das Land, die Menschen und was Musik vermag auszurichten. Ein schöner Roman mit wundervoller Kulisse, der zum Verweilen einlädt.

Hier geht es zum Buchtrailer, wenn jemand möchte – er ist wirklich toll geworden.

Rezension, Buchbesprechung zu Ein Lied für Molly von Claudia Winter

(c) Goldmann

Die 28-jährige Bonnie Milligan lebt mit ihrem kleinen Sohn Josh in Dublin. Eines Tages entdeckt sie im Bus ein Bündel handschriftlicher Musiknoten. Spontan fasst sie den Entschluss, den Besitzer ausfindig zu machen. Ihre Nachforschungen nach dem geheimnisvollen Komponisten führen sie an die Westküste Irlands, wo sie in einem malerischen Ort am Meer auf eine Reihe eigenwilliger Charaktere stößt – und ohne es zu ahnen, auf ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Der Schlüssel dazu scheint ein Liebeslied für eine Unbekannte zu sein, das auf magische Weise auch für Bonnies Leben eine ganz besondere Bedeutung erhält …
(c) Goldmann

Roman
ISBN: 978-3-442-49296-1
Erschienen beim Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 16. Mai 2022
Taschenbuch: 480 Seiten
Auch als Ebook  erhältlich
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