Nachtarbeiter von Brian Selfon

Kurzmeinung, Rezension, Besprechung zu Nachtarbeiter von Brian Selfon

Brooklyn, das Hipsterviertel von New York. Aber auch das Viertel von Drogengeschäften, Kleingangstern und Geldwäschern… Das Zuhause von Shecky Keenan und seiner Familie. Ein Geldwäscher, der zwei Kinder aufnimmt als sie ihn brauchen und nun gemeinsam das Familienunternehmen betreiben. “Nachtarbeiter” von Brian Selfon ist ein Krimi, der durch seine Sprache besticht.

Was passiert, wenn man glaubt, dass man am Höhepunkt ist und gerade alles nicht besser laufen könnte? Genau – der Absturz!

Shecky Keenan hat ein gut organisiertes Familienunternehmen. Geldwäsche ist sein Geschäft und er lebt zufrieden und finanziell ohne Sorgen mit den beiden “Kindern” Henry und Keresha. Sie sorgen gemeinsam dafür, dass illegales Geld zu legalem Bankgeld wird. Sie helfen Nachtclubs, Gangstern aber auch Arbeitern, die Ihr Schwarzgeld legalisieren wollen. Alles läuft rund, alles läuft friedlich, bis die Problem beginnen. Henrys Bote wird ermordet und das Geld ist weg – viel Geld und der Kunde ist nicht glücklich. Als ob das nicht reicht, werden Konten eingefroren, Transaktionen sind plötzlich nicht mehr möglich und sie werden beobachtet. Die Welt von Shecky Keenan gerät aus den Fugen.

Bei dem Gedanken an Kriminelle kommen einem nicht als erstes Familie, Humor und Warmherzigkeit in den Sinn und doch bietet uns der Autor genau das in diesem Buch, wenn man die zusammengewürfelte Familie betrachtet.

Der Roman ist keine Lektüre für nebenher, denn durch die Zeitsprünge und wechselnden Perspektiven muss man schon aufmerksam sein. Die Geschichte ist aufgeteilt in 10 Abschnitte und 50 Kapitel. Dadurch erhält man eine sehr angenehme Aufteilung mit kürzeren Kapiteln.

Brian Selfon hat nicht nur einen sehr ausgeklügelten Plot für den Krimi geliefert, er überzeugt auch durch die Protagonisten. Jede einzelne Person ist greifbar und gut ausgearbeitet. Jeder bekommt den Platz, den er braucht, um sich beliebt oder unbeliebt zu machen.

Wie vertragen sich Familie, Loyalität mit krimineller Energie, Armut und Sucht? Lest dafür “Nachtarbeiter” von Brian Selfon und findet es heraus. Lasst Euch mitnehmen auf die Schattenseite Brooklyns und genießt die Story, die der Autor für uns geschrieben hat.

Ein gelungenes Debüt, das ich gerne empfehle an Freunde von Krimis, die auch ohne klassische Ermittlungsarbeit auskommen können.

Wer möchte kann hier einen Blick in den Krimi werfen.

Buchinformationen:
Kurzmeinung, Rezension, Besprechung zu Nachtarbeiter von Brian Selfon

(c) Goya Verlag

Zwischen der hippen Kunstszene und den herrschaftlichen Brownstones tut sich ein Abgrund auf: der Untergrund Brooklyns inklusive Drogengeschäften und organisiertem Verbrechen. Hier versucht Shecky Keenan den Kopf über Wasser zu halten. Gemeinsam mit seinem Neffen Henry (23) und seiner Nichte Kerasha (21) hat er ein funktionierendes Geldwäschenetzwerk in New Yorks Szeneviertel aufgebaut. Doch die drei geraten zunehmend in Bedrängnis: Konten werden unerwartet geschlossen, verdächtige Autos parken zu seltsamen Zeiten in der Nähe ihres Hauses und Emil Scott, ein aufstrebender Künstler und neuer Kurier für Bargeldtransporte, verschwindet spurlos – und mit ihm eine Tasche gefüllt mit 250.000 Dollar Schwarzgeld. Die zusammengewürfelte Familie liebt einander, doch kann sie sich auch vertrauen, wenn es hart auf hart kommt?  (c) Goya Verlag

 

Goya Verlag
Erscheinungsdatum: 16.03.22
Hardcover, 368 Seiten
ISBN: 978-3-8337-4425-9

Auch als E-Book erhältlich

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