Briefe an Adam Green von Kajsa Arnold

Euer Grinch bei der Arbeit. Dieses Mal eine weihnachtliche Kurzgeschichte, die auch als “Märchen” beschrieben wird. Beim Klappentext musste ich unweigerlich an “P.S. ich liebe dich” oder “SMS für dich” denken und freute mich umso mehr auf lauschige Lesestunden.

(danke an NetGalley für das Leseexemplar)

Lexie hat ihren Vater schon mit zehn Jahren verloren und ihm seitdem Briefe geschrieben. Natürlich kamen diese niemals an und irgendwann hat sie damit aufgehört. Jetzt, fünfzehn Jahre später, ist sie sehr verzweifelt. Ihr Chef ist ein Ekel, ihr Ehemann betrügt sie und schafft es nicht aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, und Weihnachten steht vor der Tür, das sie wohl ganz allein verbringen muss. Also schreibt sie seit Jahren erneut einen Brief an ihren Vater – Adam Green. Nur scheint diesmal das Schicksal seine Finger im Spiel zu haben, denn der Brief erreicht seinen Empfänger. Nur ist dieser Adam Green keineswegs ihr Vater, sondern jung und äußerst attraktiv … und er macht sich auf die Suche nach Lexie …

Tja, bekommen habe ich eine Kurzgeschichte, die viel versprechende Momente hat, aber diese nicht wirklich für sich zu nutzen weiß.
Anfänglich wirkt Adam Green herzig, lieb und sehr sympathisch auf mich. Wie er sich auf die Suche nach der unbekannten Briefeschreiberin macht und Mitleid mit dieser hat. Schließlich steht doch Weihnachten vor der Tür…aber dann ging der Geschichte irgendwie die Luft aus.
Einen Spannungsbogen, Emotionen oder gar ein Gesicht zu Lexie und Adam suchte ich vergebens. Bindung zu den Figuren aufbauen – unmöglich.

Kurz und schmerzlos: lesbare Lektüre, wenn man gerade nichts anderes zur Hand hat. Aber kein Weihnachtsmärchen für mich. Da ich den letzten Brief der jungen-Lexie doch noch recht süß fand will ich gnädig sein und dieser Geschichte 1,5 von 5 Sternchen geben.

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