Niemandsstadt von Tobias Goldfarb

Niemandsstadt von Tobias Goldfarb, Rezension Kurzmeinung Buchbesprechung
Niemandsstadt von Tobias Goldfarb, Rezension, Kurzmeinung

(c) Thienemann

Dieses Buch ist mir einfach so in den Schoß geflattert. Post vom Thienemann Verlag. Ein Fantasyroman, der in unserer Hauptstadt und in der Parallelwelt eben dieser spielt.  Möchtet Ihr mit mir nach Berlin reisen und erfahren welche Rolle Krähen spielen? Ja? Dann folgt mir in die „Niemandsstadt“ von Tobias Goldfarb.

In der Niemandsstadt gibt es alles, was man sich in der Wirklichkeit erträumt. Drachen ziehen durch die Wolken, Statuen zwinkern einem freundlich zu. Gleich drei Sonnen wärmen Gesicht und Rücken. Räume entstehen immer dann, wenn man sie braucht. Hier fühlt sich Josefine wohl. Doch diese Stadt, ihre Geschöpfe und ihr Zauber sind in Gefahr. Bedroht von spionierenden Crowbots, von Magie raubenden Maschinen, von einer weiten, weißen Leere. Ausgerechnet Josefine soll eingreifen – aber wie bekämpft man einen Gegner, der nicht existiert?

(c) Thienemann

Niemandsstadt ist die Parallelwelt von Berlin. Man erkennt viele Dinge wieder, aber doch gibt es gravierende Unterschiede: Die Gehwegplatten schwimmen auf Lava, es gibt Statuen die einem zuzwinkern, Elfen, Kobolde, Trolls, Drachen und vieles mehr. Es ist wie Magie: sucht man etwas, ist es plötzlich da… Unsere Hauptprotaginistin Josefine fühlt sich hier sehr wohl und flüchtet wann immer sie kann dorthin.  Aber die Stadt ist bedroht, ein unbekannter Feind möchte die Magie an sich reißen und die Stadt wird dabei unweigerlich vernichtet…

Der Autor hat hier eine wundervolle Welt geschaffen, die einem als Leser wieder vor Augen führt woran man als Kind geglaubt hat. Aber er bringt auch eine ganz andere Botschaft mit: die heutige Technik und Entwicklung hindert uns am Träumen und an das Erfinden und Erzählen von Geschichten. Sie raubt uns die Magie…und damit geht uns ein wichtiger Teil verloren. Was könnten wir alles erleben, wenn wir nicht immer auf unsere Smartphone starren würden?

Eins kann ich Euch sagen: Krähen betrachte ich mit anderen Augen. Sie sind ja bekannt dafür, dass sie schlau sind und ich denke, dass das ein Grund war, warum der Autor sich für dieses Tier entschieden hat und sie als „Crow-Bots“ einsetzte. Perfekte Spione in der Niemandsstadt, denn niemandem fallen sie wirklich auf.

Jetzt kommt mein aber:

Ich war von dem Klappentext sehr begeistert, denn ich mag eigentlich solche Geschichten. Real und doch nicht real. Keine High-Fantasy sondern eine Mischung aus dem Phantastikbereich mit moderner Technik. Eine Story, die im Hier und Heute spielt! Ein Jugendbuch, das anders ist. Magie vs Technik. Was ist passiert?
Die Story konnte mich  nicht wirklich packen, ich habe keinen Bezug gefunden zu den Protagonisten, auch wenn mich die Parallelwelt absolut fasziniert hat.
Der Stil von Tobias Goldfarb war mir zu schlicht, zu emotionslos und mir fehlte die Tiefe bei Josefine als Protagonistin. Leider war mir die Story stellenweise auch etwas zu langatmig. Aber trotzdem war das Buch nicht wirklich schlecht. Die Botschaft dahinter finde ich gut.
Für mich war es nur nicht überzeugend und fesselnd.
Kurzgesagt: ich und die Niemandsstadt waren nur bedingt Freunde. Es kann natürlich auch daran liegen, dass ich zu alt für die Geschichte bin und daher nicht wirklich überzeugt war.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine differenzierte Meinung zu dem Buch. Es war nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Daher kann ich an dieser Stelle für „Niemandsstadt“ Von Tobias Goldfarb nur 3 von 5 möglichen Punkten geben.

HIER geht es zum Verlag und einigen Stimmen zu dem Buch.

Danke an Katja von Netzwerkagentur Bookmark und den Verlag für das Leseexemplar.

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Claudis Gedankenwelt
Emmas Bücher

Buchinformationen:
Niemandsstadt von Tobias Goldfarb Buchbesprechung, Rezension, Kurzmeinung

(c) Thienemann

Verlag: Thienemann-Esslinger
Erscheinungsdatum: 14.02.2020
gebunde Ausgabe, 368 Seiten

ISBN: 978-3-522-20267-1
Auch als E-Book erhältlich

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