Wenn die Welt ein ganzes Stückchen aus ihren Fugen kippt

Hallo ihr Verrückten,

heute komme ich wohl mit einem etwas unbuchigen “Buchgeflüster” daher…aber ich muss mir einfach mal meine Gedanken aus dem Kopf schreiben und ein wenig Dampf ablassen.
Ich behaupte, dass jeder von euch schon mal was von Corona oder Covid-19 gehört hat. Alles nahm seinen Anfang Ende Januar in China – wo die Zahlen der Infizierten und Toten in ungeahnte Höhen schnellten…und dank unserer schnellen Welt im globalen Wandel, war es nur eine Frage von wenigen Wochen ehe der Virus seinen Weg nach Europa und um die gesamte Welt fand (ich glaube es gibt keinen Zipfel unserer Welt, wo der Virus nicht seine Wellen schlägt).

Und wie es so in Ausnahmesituationen und im Umgang mit Neuem ist, fördert auch diese Pandemie die wildesten Charakterzüge zutage. Da haben wir diejenigen, die in wilder Panik die Läden leer kaufen, die Verschwörungstheoretiker, die Relativierer und so weiter und so fort. Die Liste ist endlos.
In Zeiten von (drohender) Ausgangssperre, Verboten von Messen, Konzerten und anderen Veranstaltungen, von Schulschließungen sowie von Universitäten, Kindergärten und Einzelhandel (Buchhandel und Co)  zeigt der Mensch seinen wahren Charakter!

Wir sehen hier Verhalten, das mir ehrlich gesagt Angst machen. Dinge wie z.B. “Hamsterkäufe”, wo es auf einmal Mehl, Nudeln, Reis oder WC-Papier (ich habe noch immer nicht begriffen, was die Leute mit diesen Mengen vorhaben) schlichtweg nicht mehr bekommt. Immer wieder sieht man leere Regale im Supermarkt, was andere in arge Bedrängnis stürzen kann. Ich rede von kranken und/oder alten Menschen! Doch das interessiert die “Hamsterer” nicht! Ebensowenig wie es die Leute zu interessieren scheint, dass die Schulen und Kitas geschlossen wurden, um das Tempo der Neuinfektionen auszubremsen und zu verlangsamen. Dazu gehört es auch soziale Kontakte runterzuschrauben. Dabei geht es nicht um Bevormundung (wie es viele verstehen), sondern um den Schutz der Risikogruppen.

Doch was darf man dieser Tage beobachten? Große Gruppen von Eltern inkl. Kinder auf den Spielplätzen….wo dann (gefühlt) 40 – 60 Kinder aufeinander glucken. Was genau haben diese Menschen nicht verstanden?
Aber auch die Alten sind da nicht besser! Die sieht man in bunten Trauben beim Bäcker oder im Eiscafe sitzen. Soziale Kontakte minimieren sieht für mich dann doch ein wenig ANDERS aus.

Nein – ich will nicht, dass sich nun alle im Keller einsperren oder wie kopflose Hühner in wilder Panik umher rennen, aber ein wenig gesunder Menschenverstand wäre angeraten!
Wenn wir alle ein wenig mehr auf uns und einander achten würden, diese Chance der Entschleunigung für uns nutzen und unser Ego ein wenig runterschrauben würden, wäre diese gesamte Situation eindeutig entspannter (meine Meinung).

Aber dann gibt es auch jene Menschen, die Hoffnung machen.
Schüler und Studenten, die speziell ihren älteren oder kranken Nachbarn und Mitmenschen ihre Unterstützung anbieten. Hilfe in Form von kleinen Bringdiensten, Erledigung von Besorgungen und Co.
An dieser Stelle: Jungs und Mädels – DAUMEN HOCH!
Oder Buchhandlungen und andere Einzelhandelbetriebe haben Lieferungen frei Haus getätigt, um den Publikumsverkehr zu reduzieren.

Ich gestehe, dass ich recht entspannt bin. Klar, finde ich es nicht toll, dass z. B. die Büchermeile ausfallen wird und ähnliches. Aber es hat schon seinen Sinn! Direkt betroffen bin ich nicht zwingend.

Was ich tue?
Ich vermeide derzeitig Besuche bei meiner Familie, denn da sitzen halt gleich zwei Risikopatienten, die ich durch meinem Wegbleiben schützen kann. Aber dafür gibt es ja Telefone, um in Verbindung zu bleiben.
Ja, der ÖPNV wird ausgedünnt und ich muss schauen wie sich das auf meinen Arbeitsweg auswirken wird. Klar, die Züge und Bahnen und Busse sind weniger überfüllt (ein Segen!), aber weitesgehend bin ich selbst voll und ganz in meiner Routine. Mal sehen wie sich das noch entwickeln wird.

Wie gesagt – ein wenig mehr Achtsamkeit, weniger Panik und Egoismus, und wir schaffen das! Passt auf euch und eure Lieben auf und haltet die Ohren steif!

Eure Tanni

Wie geht ihr mit der aktuellen Situation um?
Habt ihr euch im Panic-Room eingesperrt mit 30.000 WC-Papierrollen?
Seid ihr recht entspannt? Oder hat es keine sonderlichen Einschränkungen und Einfluss auf euch?

Loading Likes...
Abonnieren
Benachrichtige mich bei:
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments