Raubtierstadt von Bernhard Stäber

Buchbesprechung, Rezension zu Raubtierstadt von Bernhard Stäbere

Ich habe Bernhard Stäber vor fast drei Jahren auf der Buchmesse in Frankfurt kennen gelernt. Damals war ich noch weit entfernt selber zu bloggen, aber ich hatte schon einen großen Kreis buchverrkückter Menschen um mich und wir haben uns zu einem Treffen in FFM verabredet. In diesem Jahr (2016) habe ich neben Bernhard die große Ehre gehabt Ellen Dunne, Jutta Maria Herrmann, Thomas Nommensen kennen zu lernen. Ein Treffen, das mir noch heute gut in Erinnerung geblieben ist. Während ich von allen anderen Autoren in der Zeit ein Buch hier besprochen habe, war in Bezug auf ihn nichts zu finden…  Aber nun habe ich „Raubtierstadt“ von Bernhard Stäber beendet und habe einen außergewöhnlichen Thriller gefunden, der in Norwegen spielt.

Wie könnte es auch anders sein, als dass der neue Thriller von ihm in Norwegen spielt, immerhin ist er selber Wahl-Norweger. Jetzt aber mehr zum Buch:

Sara Elin Persen aus dem indigenen Volk der Samen kommt vom Polarkreis nach Oslo, um mehr über den Tod ihres Bruders herauszufinden. Sie glaubt nicht, dass der Umweltaktivist bei einer zufälligen Kneipenschlägerei erstochen wurde.
Sara kommt in einer Künstler-WG im Bezirk Grünerløkka unter. Als einer ihrer Mitbewohner bei einem Einbruch getötet wird, gerät die junge Samin ins Visier eines Mannes, der vor nichts zurückschreckt, um ein antikes Wikinger-Artefakt in seinen Besitz zu bringen. Abgeschnitten von ihrer Familie in der Arktis und heimgesucht von den Erinnerungen an ihren toten Bruder bleibt Sara nur eines, um in Oslos Großstadtdschungel zu bestehen: Sie wird selbst zum Raubtier und jagt ihre Verfolger.

(c) Acabus Verlag

Sprachlich großartig nimmt uns der Autor mit in seine Wahlheimat. Wir erleben eine tolle Geschichte über nordische Mythologie, über Freundschaft, lernen Dinge über die Samen (früher auch Lappen genannt) und erleben warum Menschen töten.

Ich war mitten in der Geschichte, fühlte mit den Protagonisten, spürte die Kälte Oslos.

Während ich die komplette Künstler-WG schnell ins Herz geschlossen hatte, fiel es mir mit der Protagonistin etwas schwerer, denn immer leicht gemacht hat sie es mir beim Lesen nicht.
Sara ist die, die uns durch die Story führt. Als Ich-Erzählung erfahren wir Stück um Stück worum es in der Geschichte geht. Für mich persönlich ist die gewählte Erzählperspektive hier gut gewählt, denn statt die Geschichte zur erfahren, erzählt uns die Protagonistin nur das, was das Ich der Geschichte erlebt, sieht und denkt.

Ich kann nur sagen: Chapeaux!
Bernhard für mich rockst Du die Geschichte perfekt und überzeugst mit dem Plot, bei dem ich lange nicht wusste wohin mich das führt und ich denke das größte Raubtier in der Geschichte ist tatsächlich der Mensch, aber nicht nur einer…

Raubtierstadt von Bernhard Stäber bekommt von mir 4,5 von 5 möglichen Punkten und erhält eine klare Empfehlung für alle Leser, denen Stimmung und Spannung wichtiger sind, als blutige Highlights.

Wer möchte kann HIER einen Blick ins Buch werfen.

 

Buchinformationen:
Rezension, Buchbesprechung zu Raubtierstadt von Bernhard Stäber

Anja & Bernhard Stäber

Broschiert: 372 Seiten
Verlag: Acabus Verlag
Erstveröffentlichung: 15.10.19
ISBN-10: 3862826503
ISBN-13: 978-3862826506

Auch als EBook erhältlich (Kindle)

.

Loading Likes...
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei: