OTTO von Dana von Suffrin

Buchbesprechung, Rezension zu OTTO von Dana von Suffrin

In Frankfurt waren wir beim Bloggerfrühstück von Kiepenheuer & Witsch eingeladen. In diesem Zusammenhang hatten wir das Vergnügen die Autorin kennenzulernen. Gut gelaunt, trotz leicht angeschlagener Stimme, durften wir aus Passagen des Buches „OTTO“ von Dana von Suffrin lauschen.
Wer an diesem Tag auch vor Ort war, der wird Spaghetti vielleicht auch noch mit anderen Augen sehen… Was damit gemeint ist wird an dieser Stelle nicht verraten, aber dennoch möchte ich einige Worte über das Buch verlieren.

Zwei Schwestern – und ein Vater, der mehr als genug ist für eine Familie.

In ihrem Romandebüt erzählt Dana von Suffrin, was es heißt, wenn ein starrköpfiger jüdischer Familienpatriarch zum Pflegefall wird. Und wie schwer es fällt, von einem Menschen Abschied zu nehmen, den man sein ganzes Leben eigentlich loswerden wollte.

Für sein Umfeld war Otto, der pensionierte Ingenieur, schon immer eine Heimsuchung. Aber als er aus dem Krankenhaus zurückkehrt, ist alles noch viel schlimmer. Nach wie vor ist er aufbrausend, manipulativ, distanzlos und von wahnwitzigen Einfällen beseelt – aber jetzt ist er auch noch pflegebedürftig. Seinen erwachsenen Töchtern macht er unmissverständlich klar: Ich verlange, dass ihr für mich da seid. Und zwar immer! Für Timna und Babi beginnt ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen, aber auch der Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte, die so schräg ist, dass Außenstehende nur den Kopf schütteln können.

(c) Kiepenheuer & Witsch

In dem Buch beschreibt die Autorin das Leben einer völlig dysfunktionalen Familie. Die beiden Schwestern hassen und lieben den tyrannischen Vater scheinbar gleichermaßen. Vernachlässigen für Ihn sich, den eigenen Job und auch die eigene „Familie“. Das Buch erzählt uns die Geschichte der kompletten Familie. Wir  finden mit Anekdoten gespickte Rückblicke über Urlaube und auch ernste und traurige Begebenheiten. Wir erfahren, wie es war als Töchter von Otto aufzuwachsen und warum sie heute so sind, wie sie sind…

Was mich zuerst begeistert hat, konnte den Reiz nicht auf kompletter Länge aufrecht erhalten. Das Buch ist für mich zuletzt leider nur eine lose Aneinanderreihung von Begebenheiten, Urlauben und Anekdoten der Familie. Der einzige rote Faden ist das Leben von Otto und sein „Dahinsiechen“.  Auch wenn der flüssige Schreibstil und der schwarze Humor der Autorin wirklich perfekt zur Geschichte passt, konnte mich das Gesamtkonzept leider nicht überzeugen.

Was alles gemeinsam hat?
Familie kann man sich nicht aussuchen, Familie kann man zwar ignorieren, aber man hat sie und sie ist immer da!
Genau das wird einem in diesem Buch vermittelt: Blut ist dicker als Wasser…

Otto von Dana von Suffrin bekommt von mir 3 von 5 möglichen Punkten.

Danke an den Verlag für das Leseexemplar.

Buchinformationen:
Rezension, Buchbesprechung zu OTTO von Dana von Suffrin

(C) Kiepenheuer & Witsch

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Kiepenheuer&Witsch
Erscheinungsdatum: August 2019
ISBN-10: 3462052578
ISBN-13: 978-3462052572

Auch als EBook erhältlich.

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