Worüber wir schweigen von Michaela Kastel

Buchbesprechung, Rezension zu Worüber wir schweigen von Michaela Kastel

Ich habe den Klappentext von dem Buch auf Instagram entdeckt und war absolut fasziniert und dann hat emons gefragt, wer das Buch gerne vorab lesen wollte. So kam es, wie es kommen musste “Worüber wir schweigen” von Michaela Kastel hat den Weg zu mir gefunden. An dieser Stelle schon einen herzlichen Dank an den emons Verlag für das Rezensionsexemplar.

Was für eine verhängnisvolle Geschichte uns die Autorin hier präsentiert ist unglaublich. Leise, unblutig aber nicht weniger dramatisch erzählt sie die Geschichte von Freunden und Familie in einem Dorf in Österreich…

Aber beginnen wir doch mit der Geschichte an sich:

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat. Nun kehrt sie unerwartet zurück, und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn. Was führt sie wieder an den Ort, den sie so lange gemieden hat? Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt unangenehme Erinnerungen an ein Ereignis, an dem ihre Freundschaft einst zerbrach. Und über das alle bisher geschwiegen haben …

(c) emons

Wir verfolgen alle Beteiligten der Geschichte im Heute und in der Vergangenheit. Die Geschichte beginnt mit Nina und Ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf und wir haben keine Ahnung was auf uns zukommt oder was vor zwölf Jahren passiert ist.

Aus unterschiedlichen Perspektiven und verschiedenen Zeiträumen erfahren wir die komplette Geschichte, wie es zum Tod von Dominik gekommen ist, wer welchen Stein ins Rollen gebracht hat und wer wohl kaputter ist, als die anderen…

Die Geschichte verlangt einem als Leser schon einiges ab, denn wir “hüpfen” zwischen den einzelnen Protagonisten und den Zeiten hin und her. Auch wenn alles sauber beschriftet ist, benötigen wir viel Aufmerksamkeit, um dem immer folgen zu können. Wir haben hier ein Buch, das sich langsam anschleicht wie ein Löwe an sein Opfer. Wissenslücken, die wir als Leser haben macht sich die Autorin clever zu nutze und dadurch funktioniert die Geschichte meiner Meinung nach auch hervorragend und hält die Spannung oben. Allerdings muss etwas Geduld mitbringen, darf keine blutigen Szenen erhoffen und das Drama, das sich abzeichnet einfach laufen lassen.  Wer hier am Ball bleibt und die Geschichte annimmt, der wird mit einer unfassbaren Auflösung belohnt!

Michaela Kastel erzählt in ihrer ruhigen Art die Geschichte der Jugendlichen und bringt uns dabei die stark polarisierenden Protagonisten alle näher. Nach und nach entfaltet sich ein Gebilde aus Lügen, Betrug, Freundschaft, Familie, Liebe, Hass und Wut. Die Wahrheit die sich am Ende zeigt könnte nicht bedrückender sein.

Ein wirklich gelungener Roman, den ich gerne gelesen habe und “Worüber wir schweigen” von Michaela Kastel erhält von mit 4 von 5 möglichen Punkten und eine klare Leseempfehlung an alle, die auf menschliche Dramen stehen.

Weitere Stimmen zum Buch findet Ihr hier:

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Buchinformationen:
Buchbesprechung, Rezension zu Worüber wir schweigen von Michaela Kastel

(c) emons

 

Emons Verlag
Ersterscheinung: 17.10.2019
Hardcover, 320 Seiten
ISBN 978-3-7408-0643-9

Auch als Ebook erhältlich

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Huhu meine Feine!

meine Rezension kommt erst noch (diesen Monat), habe dich schon mal dort verlinkt <3

Ich liebe Kastels Stil eindringliche Themen zu skizzieren, wobei mir etwas Intensität innerhalb der Geschichte fehlte. Dies war in ihrem Debüt gelungener beschrieben. Ich finde das bei ihren Büchern Spannungsroman auch viel besser passen würde, aber das Genre Thriller und ich, die Bedeutung und was ich zu lesen bekomme, stehen eh auf Kriegsfuß *lach

Kerstin und ich haben auch je ein Buch bekommen und uns immer mal wieder ausgetauscht, immer wieder interessant wie die Eindrücke sich ähneln und doch unterscheiden.

Mukkelige Grüße :-*