Nacht vor meinen Augen von Herbert Beckmann

Buchbesprechung, Rezension zu Nacht vor meinen Augen von Herbert Beckmann

Es gibt Bücher, die sieht man, liest den Klappentext und denkt sich: Wow muss ich lesen. So ist es mir “Nacht vor meinen Augen” von Herbert Beckmann gegangen.

Stellt Euch vor, dass ihr an “Aussetzern” leidet und es Momente in Eurem Leben gibt, in denen ihr Euch an nichts erinnern könnt.
Jetzt stellt Euch vor, dass Ihr Euch plötzlich selber in Frage stellt, ob Ihr nicht doch Eure Freundin umgebracht habt…

Aber erstmal mehr zum Buch und worum es eigentlich geht:

TRAU DIR NICHT!
Als der Berliner Journalist Jonas Zöller eines Morgens aufwacht, findet er seine Freundin Franzi tot im Bad. Erschlagen. Die Polizei hält Jonas für den Täter – der Haftbefehl scheint nur noch eine Frage der Zeit. Doch er kann sich an nichts erinnern. In seiner Verzweiflung beschließt Jonas unterzutauchen, um herauszufinden, was in der Mordnacht geschehen ist. Aber kann er sich selbst trauen? Seit einem Autounfall leidet Jonas an Bewusstseinsstörungen …
(c) Gmeiner Verlag

Der Autor wirft einen als Leser direkt in die Geschichte, ohne das wir einen Hauch der Ahnung haben was passiert ist und zu welchem Zeitpunkt wir uns befinden.
Für mich ein gelungener Einstieg, denn so ist man direkt gespannt und die Neugier ist geweckt.

Wir begleiten Jonas, der verzweifelt versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist an diesem Abend und in der Nacht. Wir erfahren Dinge aus dem gemeinsamen Leben von Franzi und Jonas, von den Familien und was auf dem Hoffest vorgefallen ist.
Ab einem gewissen Punkt kristallisiert sich heraus, was und wer hinter allem steckt und dann nimmt das ganze nochmal ein wenig an Fahrt auf…

Auf Grund der Kürze des Thrillers darf meine keine bis ins letzte Detail ausgearbeitete Protagonisten erwarten, aber man erfährt alles was man braucht, um sich über die einzelnen Mitwirkenden eine Meinung bilden zu können. Die einzige Person, die für mich lange ein Rätsel blieb, war die Tote selber. Hier hatte ich immer den Eindruck Dr. Jekyll und Mr. Hyde gezeigt zu bekommen und wusste nicht was ich davon halten soll.

Die einzelnen Kapitel sind mit einem Datum versehen, so dass man  jederzeit weiß, wo man sich zeitlich in der Geschichte befindet.

Mit einem sehr angenehmen Scheibstil nimmt uns Herbert Beckmann mit in die Ereignisse rund um den Tod von Franzi. Ein solider Plot, mit absolut ausreichend ausgearbeiteten Protagonisten, die manchmal leider etwas merkwürdig agieren. Daran habe ich mich ein wenig “gestoßen” während des Lesens.
Auch wenn das Buch mit 277 Seiten schon “recht Kurz” ist, gibt es ein paar Längen in der Story  (Zumindest war das mein persönliches Empfinden) und doch ist es ein Thriller, den ich empfehlen kann denn er überzeugt im Gesamten mit der Story.

Von mir bekommt “Nacht vor meinen Augen” von Herbert Beckmann 3,75 von 5 möglichen Punkten.

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Leseexmplar.

Wer gerne in das Buch hineinstöbern möchte, der kann hier einen Blick ins Buch werfen.

Buchinformationen:
Buchbesprechung, Rezension zu Nacht vor meinen Augen von Herbert Beckmann

(c) Gmeiner Verlag

 

Paperback oder EBook
Druckausgabe: 277 Seiten
Erscheinungsdatum: Juli 2019
ISBN 978-3-8392-2459-5

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