Das Labyrinth des Blutes von Alex Thomas

Buchbesprechung, Rezension zu Das Labyrinth des Todes von Alex Thomas

Es gibt Autoren, oder hier sogar ein Autoren-Ehepaar, die entdeckt man sehr spät für sich. So ist es mir mit Alex Thomas ergangen und daher war ich sehr gespannt, als mir die beiden Ihr Buch angeboten haben als Leseexemplar. “Das Labyrinth des Blutes” von Alex Thomas war für mich schon vom Titel her absolut vielversprechend.

Ich habe diesen Teil gelesen ohne Band 1 zu kennen und muss sagen, dass es ohne Probleme möglich ist, da die Bücher in sich abgeschlossen sind, aber wie immer gilt: Die Entwicklung kann man nur erkennen, wenn man alle Teile liest, daher werde ich sicherlich auch noch den 1. Teil um Paula lesen…
Aber jetzt möchte ich Euch erstmal mitnehmen zu Ghost, ein Killer, der einem als Leser tatsächlich nicht unsympathisch ist… Warum?
Ihr wollt es wissen, dann klickt Euch rein und erfahrt worum es in dem Buch geht.

Er nennt sich Ghost. Er jagt Kindermörder. Und er kennt sich in ihren Köpfen aus.

Ein Serienkiller namens Ghost hinterlässt auf dem Kontinent eine unübersehbare Blutspur. Seine bevorzugte Beute: Männer, die zur Befriedigung ihrer kranken Gelüste Kinder ermorden. Jeden Tatort signiert er mit einem in Blut geschriebenen Symbol.

Agent Paula Tennant hätte nach der nervenaufreibenden Ermittlung in Italien, bei der sie schwer verletzt wurde, eigentlich Urlaub nötig, doch als ihr Boss Robert Bernstein ihr den Fall vorlegt, reist sie sofort nach London. Kaum dort gelandet, geschieht ein weiterer Mord.

Zwölfmal hat der Ghost bisher in verschiedenen europäischen Städten getötet, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann er das nächste Mal zuschlägt. Nach zermürbender Ermittlungsarbeit entdeckt Paula schließlich ein verräterisches Muster und kommt dem Killer ganz nah. Doch der ist bestens über Paulas Schwachpunkt informiert und will mit ihr einen Pakt schließen.

(c) Edition M

Im arabischen Raum gibt es ein Sprichwort das besagt: “Der Feind meines Feindes ist mein Freund.” und tatsächlich muss man sich in diesem Thriller diese Frage stellen und ob das Sprichwort wahr ist…
Ghost stellt pädophilen Menschen nach und bringt diese zur Strecke, damit er weiter morden kann bietet er den ermittelnden Beamten einen Deal an: Ich helfe Euch andere “böse Jungs” dingfest zu machen, dafür gehe ich meinen Weg unbehelligt weiter…

Die Story lotet die feine Grenze aus zwischen: Kann man Selbstjustiz/Mord gut heißen? Möchte man so einen Pakt eingehen? Was ist moralisch vertretbar? Ist es eine Win-Win-Situation oder aber der Anfang vom Ende?

Alex Thomas erschaffen in “Das Labyrinth des Blutes” eine atmosphärisch unglaublich dichte Geschichte und nehmen uns als Leser mit nach London. Die Beschreibungen, die wir erhalten, lassen die Stadt und auch die entsprechenden Schauplätze bildhaft vor unseren Augen entstehen. Aber nicht nur die Schauplätze sind sehr bildhaft, auch die Morde sind es. Wir haben hier definitiv keinen bluttriefenden Thriller, in dem die Morde bis ins letzte Detail beschrieben werden, aber die Bildhaftigkeit der Sprache z.B. bei der Obduktion des 1. Toten reicht völlig aus, dass im Kopf eine komplette Explosion von Bildern entsteht was passiert ist und ich liebe es, wenn mein Kopfkino seine eigenen Kapriolen schlägt!

Die Story ist gut durchdacht, spannend geschrieben und flüssig zu lesen. Die Protagonisten sind gut angelegt und glaubwürdig. Ich persönlich mochte den bärbeißigen Rechtsmediziner sehr, der einen Eimer zur Obduktion bereitstellt, damit Inspector Reeves (der Partner von Paula) einen Ort der Erleichterung hat und keinem auf die Füße “kotzt”. Diese kleinen “Fehler” machen die Personen aus und erzeugen eine Woge des Mitgefühls.

Ein kleines “aber” gibt es dennoch: Warum muss man Geschichten immer mit einem Cliffhanger enden lassen?!?! AAAAHHHH, Alex & Thomas das ist grausam uns Lesern gegenüber! Das ist nahezu unmenschlich!
Hier ist es dann aber nicht so schlimm, denn der dritte Teil ist ja schon draußen und wartet auch schon auf meinem Reader. (Ich hoffe der Teil endet nicht so…seufz)

Das Labyrinth des Blutes bekommt von mir 4,5 von 5 Punkten
Für Freunde von harten Thrillern, die ein gutes Kopfkino mögen, ist das eine absolute Leseempfehlung!

Wenn Ihr mehr erfahren möchtet, was die beiden sonst noch so geschrieben haben, dann könnt Ihr gerne auf der Alex Thomas Website stöbern.

Buchinformationen:

Buchbesprechung, Rezension zu Das Labyrinth des Todes von Alex Thomas

(c) Edition M

Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: Edition M
Erscheinungtermin: 17.07.18
ISBN-10: 9782919801565
ISBN-13: 978-2919801565
ASIN: 2919801562

Die bisher erschienen Teile der Reihe:

  1. Die Tränen der Kinder
  2. Das Labyrinth des Blutes
  3. So finster der Zorn

 

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