Die Reinsten von Thore D. Hansen

Besprechung zu dem Buch „Die Reinsten“ von Thore D. Hansen

Inhaltsangabe:

Nach einer Zeit von verheerenden Kriegen, Seuchen und Klimakatastrophen hat die künstliche Intelligenz Askit im Jahr 2191 die letzten Überlebenden in eine Ära des Friedens geführt. Um diese weiter auszubauen und die Regeneration des Planeten zu sichern, erwählt die KI eine Elite aufgrund ihrer Systemkonformität und Fähigkeiten, deren Persönlichkeitsentwicklung ständig von ihr überwacht und gesteuert wird, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen: die Reinsten.

Eve Legrand erfüllt alle Kriterien, um eine Reinste zu werden, und wird von der KI zur wichtigsten Prüfung ihres Lebens anerkannt. Doch anstatt in diesen elitären Kreis aufgenommen zu werden, wird sie ohne Erklärung verstoßen. Ihr bleibt nur die Flucht in die Zonen, die nicht von Askit kontrolliert werden. Dort wird sie mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die ihre gesamten Werte und Vorstellungen radikal infrage stellt. Und während sie beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen, begreift Eve, dass Askit sie dazu bestimmt hat, über das Schicksal der Menschheit zu entscheiden.

Quelle: Golkonda Verlag

Meinung & Fazit:

Eine Vision der Welt im Jahr 2191.

Askit ist die KI, die die letzten überlebenden Menschen lenkt. Sie entscheidet, führt, wählt die Elite aus! Alles erscheint perfekt, aber was führt die KI im Schilde? Wieso wird Eve verstoßen? Kann sie die letzten Menschen retten?

Der Autor zeichnet eine Zukunft, wie sie passsieren könnte. Überpopulation, Klimawandel und Menschen, die mit Hilfe einer KI Regierungen bei Entscheidungen unterstützen und damit das schnelle Geld machen wollen.

Kann eine KI bestimmen was Menschlichkeit bedeutet?

Was passiert, wenn die Rechte des Einzelnen nichts mehr bedeuten?

Wie kann man verhindern, dass die KI sich gegen die Menschen richtet?

Das Buch ist stilistisch gut geschrieben. Die Fakten was heute bereits geht sind logisch weitergedacht und zeigen auf, was passieren kann, wenn ein Computer zu viel Macht hat.

Thore D. Hansen hat mit dieser Dystopie einen technik- bzw. wissenschaftlastigen Roman geschrieben,  der die Leser von Elsberg oder Suez gefallen wird. Und doch bin ich nicht restlos überzeugt, denn das Geschehen des Klappentextes tritt erst sehr spät ein. Davor gibt es viele Informationen über Eve, ihrem  zugewiesenen Partner, den neuen Metropolen, den Reinsten und und und… All diese Informationen waren nicht uninteressant, aber auch nicht wirklich spannend. Dafür sind mir dann ab dem Moment in dem Eve verstoßen wird, die Ausführungen an einigen Stellen zu dünn und zu unwissenschaftlich geworden. Leider wurde auch nie wirklich erwähnt warum Samir als Nebencharakter scheinbar schon länger gegen ASKIT, bzw. hinter dem Rücken von Askit arbeitet um die Implantate „zu sperren“, damit die KI nicht auf das Gehirn zugreifen kann. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass es irgendwann „zügig“ gehen musste, da hätte ich mir etwas mehr Zeit und Raum  gewünscht für Erklärungen, die mir am Anfang ein wenig zu viel waren.

Alles in allem eine gute Dystopie, die mich aber auf Grund der Kritikpunkte leider nicht richtig überzeugen konnte.

Ich gebe 3 von 5 Punkten.

Danke an den Verlag und Literaturtest für dieses Rezensionsexemplar. Meine Meinung würde dadurch nicht beeinflusst.

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Buchinformationen:

Besprechung zu dem Buch „Die Reinsten“ von Thore D. Hansen

(C) Golkonda Verlag

Gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 01.03.19
432 Seiten
ISBN 978-3-946503-90-3

EBook:
ISBN 978-3-946503-91-0

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Huhu meine Feine!

Ich bin ja etwas hin- und hergerissen und deine Rezension bringt mich eher zum nicht lesen wollen … Thematisch natürlich sehr interessant, aber wenn es anfänglich zu langgezogen und am Ende nicht intensiv genug ausgearbeitet ist … hmmm. Und ich bin dem Verlag eh böse *lach Zeigen sie die drei Cover-Favoriten und genau das, was mich am wenigsten ansprach ist es geworden

Mukkelige Grüße :-*