Die Mädchenwiese von Martin Krist

Buchbesprechung zu Mädchenwiese von Martin Krist in der Neuauflage

Klappentext:

SIE SIND JUNG. SIE SIND SCHÖN. UND KEINER HÖRT IHREN TODESSCHREI.

In einem Wald sinkt eine alte Frau neben der entstellten Leiche eines Mädchens nieder. Ihre Augen füllen sich mit Tränen, als sie den Leichnam liebevoll mit Moos und Tannenzweigen schmückt. Sie spricht noch ein letztes Gebet für das tote Mädchen, ehe sie sich voller Angst und Scham abwendet und davonschleicht. Doch sie wird wiederkommen und bittere Tränen über einen weiteren grausamen Tod vergießen. Im Dorf wird sie die böse Hexe genannt, da niemand ihr Geheimnis kennt.
Vor drei Jahren ermittelte Alex Lindner als Polizist in einer Serie unheimlicher Morde, begangen von der Bestie, wie die Zeitungen den Täter nannten. Alex quittierte seinen Dienst, als ihm Zuge der Ermittlungen eine junge Kollegin ums Leben kam. Nun lebt er in dem kleinen Dorf Finkenwerda im Spreewald.
Als auch hier ein Mädchen verschwindet, ist er davon überzeugt, dass die Bestie zurückgekehrt ist. Er ermittelt auf eigene Faust, besessen davon, den Täter diesmal zur Strecke zu bringen … Quelle: www.martin-krist.de

Inhalt & Fazit:

Bevor wir mit dem eigentlichen Buch starten möchte ich mich nocheinmal der Seite von Martin Krist bedienen und die Protagonisten von Die Mädchenwiese vorstellen:

In den Hauptrollen:

Alex Lindner, Kneipier. Berta Kirchberger. Laura Theis. Lisa Theis, Lauras Tochter. Sam Theis, Lauras Sohn.

In den Nebenrollen:

Paul, Ben & Norman, Alex’ beste Freunde. Kriminalhauptkomissar Frank Theis. Renate Theis, Franks Frau. Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner. Reporter Hardy Sackowitz. Gerichtsmediziner Dr. Wittpfuhl.

Laura vermisst Ihre 16 Jahre alte Tochter. Sie versucht auf eigene Faust und ziemlich kopflos herauszufinden, was mit Ihrem Mädchen passiert ist. Ist sie weggelaufen, oder ist ihr was schreckliches passiert?
Es wäre kein echter Krist, wenn sich nicht herausstellen würde, dass das Mädchen in einem Kellerverlies gefesselt sitzt.
Wie es in einem Dorf üblich ist, spricht sich das Verschwinden von Lisa schnell herum und der Kneipenbesitzer Alex (ehemaliger Kripobeamter) fühlt sich spontan an einen alten Fall erinnert, der ihn nie losgelassen hat: “Die Straßenbestie”. Er beschließt daher zu helfen und zu ermitteln. Der Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen!

Wie wir es gewohnt sind, schreibt der Autor komplexe Geschichten, die immer aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und erzählt werden. Hier kommt noch dazu, dass wir zwei Zeitebenen haben. Es ist kein Buch für „nebenher“, denn sonst verliert man den Faden, aber es ist ein gutes Buch.

Wo man zu Beginn keinerlei Zusammenhänge erkennen kann, schließen sich die Lücken immer weiter. Ca. 20% vor Schluss hat mein Gehirn ein lautes Klickgeräusch gemacht und alles  rutschte an seinen Platz! Auch wenn ich jetzt wusste wer es ist, war mir noch nicht klar warum und es hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan.

Zwei Nächte, habe ich schlecht geschlafen, hatte ich große Probleme die Geschichte aus dem Kopf zu bekommen. Obwohl Martin Krist (wie immer) auf die Darstellung expliziter Gewalt verzichtet, sind Bilder in meinem Kopf entstanden, schreckliche Bilder… Mein Kopfkino hat einen kompletten Film gedreht und das passiert nicht so oft.

“Die Mädchenwiese” nimmt uns mit auf eine Reise in die dunkelsten Abgründe der Menschen.  Jeder der facettenreichen Protagonisten bekommen Ihre eigene Stimme und  der Autor bringt damit das Grauen aufs Papier, was sich nach und nach vor den Augen des Leser entfaltet. Es ist eine absolute gelungene Komposition aus Schreibstil und Inhalt der Geschichte.
Für mich ist es das perfideste Buch, das ich bisher von dem Autor gelesen habe. Hart, kompromisslos und spannend. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von harten Thrillern.

Volle 5 von 5 Punkten

Buchinformationen:

Buchbesprechung Mädchenwiese von Martin Krist

(c) R&K

R&K, Berlin
Erscheinungsdatum: 2012/2019
Taschenbuch, 412 Seiten,
ISBN 3748517511

Ebook
ASIN: B07PKR51Z4

 

Loading Likes...
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei:

Haben-Muss (= Steht auch schon länger auf meiner WuLi. So viel hab ich von martin noch nicht gelesen, kann dir aber grundlegend bei seinen Büchern zustimmen, nix für zwischendurch, allein schon bei alldem was passiert! Aber einer der wenigen Autoren bei dem mir dies gefällt, bin ja sonst eher kritisch, wenn zu viel innerhalb einer Geschichte passiert.

Mukkelige Grüße :-*