Das Honigmädchen von Claudia Winter – Zwei Meinungen, ein Buch

Besprechung zu Das Honigmädchen von Claudia Winter

Zwei Meinungen – ein Buch

Wie Ihr sicherlich wisst, sind unsere Lesevorlieben sehr unterschiedlich und Überschneidungen ergeben sich eigentlich nie, oder besser fast nie. Das schafft tatsächlich bisher nur die Autorin Claudia Winter. Mit Ihren Büchern fesselt und begeistert sie uns zwei. Daher werdet Ihr in diesem Beitrag tatsächlich die Meinungen von uns beiden zu diesem wundervollen Buch finden.
Aber worum geht es eigentlich in “Das Honigmädchen”:

Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …
Quelle: Randomhouse

Was sich hier anhört wie ein Liebesroman ist doch so viel mehr, aber lest doch selber was wir dazu sagen.

Gezeichnete Biene passend zum Buch von Claudia Winter - Das Honigmädchen

Bild von yabayee auf Pixabay

 

Tanja aka Tii hat das Buch zuerst gelesen, daher bekommt sie auch den Vortritt für Ihre Meinung:

Wer kennt sie nicht? Die Puber-Tiere, die ihren Eltern den letzten Nerv rauben und glauben, dass sich alles und jeder gegen sie verschworen hat. Marie ist ein solches Exemplar. Ein störrisches Mädchen, das ihre Mutter Camilla schier in der Wahnsinn treibt.
Schwänzen, schlechte Schulnoten und vieles mehr. Doch liegt hier noch weit mehr im Argen. Der Umstand, dass der ungeliebte Nachbar einen guten Draht zu Marie hat, macht das Ganze nicht besser, sondern auch den „Urlaub“ zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, denn der Nachbar “muss mit”.
Welche Abenteuer, Erkenntnisse und Überraschungen werden Camilla und auch Marie in der Provence erwarten?

Ich verrate schon einmal so viel: uns erwarten Momente der Selbstreflexion, die Überwindung zahlloser Selbstzweifel und Ängste. Erleben wie man die Schatten und Mauern der Vergangenheit überwindet und dem Mut aufbringt eingetretene alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu erschliessen.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Claudia Winter ihren Leser in die sommerliche Provence. In einen kleinen beschaulichen Ort an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint – in vielerlei Hinsicht wie sich im Verlauf der Geschichte herausstellt. Einen Ort fernab von Hektik, Stress, Kalkulationen und Zahlen. Kurz ein Kulturschock für Mutter und Tochter.
Doch innerhalb kurzer Zeit tritt die besondere Magie zu Tage in Form von kleinen pelzigen Wesen. Fliegende Teddybären. Die eigentlichen Helden der Geschichte: die Bienen.
Sie sind der Dreh- und Angelpunkt und dabei so unaufdringlich. Aber auch die Einwohner  des Dorfes wachsen ans Herz: Henri, Nikos, die hübsche Buchhändlerin und all die anderen.

Wie es sich für Claudia Winter gehört, zaubert sie einen kunterbunten Menschenschlag auf die Seiten, die einerseits schrullig erscheinen mögen, aber das Herz stets auf dem rechten Fleck haben.
Mit einer guten Prise feinen Humor, aber auch ernsthaften Momenten, einem Hauch Romantik, ein wenig Dramatik und ganz viel Hoffnung kredenzt die Autorin ein Wohlfühlmenü für alle Sinne und eine Geschichte, die ans Herz und an die Lachmuskeln geht, aber seinen Leser stets mit einem

Lachschluchzer glücklich und zufrieden zurücklässt. Ein Buch, das Fernweh und Heißhunger auf Honig weckt.

5 von 5 Bienenstöcken

#13/2019

PS: für die Kulinaren unter uns, hat Claudia Winter auch wieder einige tolle und spannende Rezepte aus der Provence im Gepäck.

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Ich (Anja) hatte noch zwei Bücher, die ich unbedingt lesen “musste” und dabei lag “Das Honigmädchen” doch schon griffbereit zu Hause und wartete auf mich. Es war auch nicht sonderlich hilfreich für meine Geduld und meine Neugier, dass Tanja mir immer wieder “Bröckchen” vor die Füße geworfen hat, die mich noch neugierger gemacht haben:

Screenshots zu Das Honigmädchen über die Kommunikatkation zwischen zwei Bloggern

Tanja:
“Ich glaube beim Honigmädchen wirst du Nikos auch cool finden”.
“Und Marie”
“Und Tobias”
“Wintis Buch ist noch toller als die anderen”
“Pippi in den Augen. Sie schießt den Vogel ab”

Anja:
“Schluss jetzt! Ich muss noch zwei andere Bücher vorher lesen. ICH MUSS STARK BLEIBEN! Überall sehe ich das Buch. Alle erzählen darüber und ich würde gerne in meinen Kindle beißen.”

Tanja:
“GRÖHL! Ok, ich schweige…”

Tanja, hat ja oben schon eine wundervolle Rezension zu diesem Buch hingelegt, daher beschränke ich mich jetzt auf das Wesentliche:

Claudia Winter hat mit ihrem Buch wundervolle, authentische und liebenswerte Protagonisten geschaffen. Man fühlt mit ihnen, man leidet mit ihnen und man lebt mit ihnen, während man das Buch liest. Mit dem Imker Henri hat Claudia einen Charakter geschaffen, der mich sehr an meinen Opa erinnert. Harte Schale, aber innen ein weicher Kern. Camilla und Tobias sind tolle Figuren, bei denen man erlebt, wie beide den anderen beginnen mit anderen Augen zu sehen, während des Aufenthaltes in der Provence.
Die Tochter Marie ist die typische pubertierende Teenagerin, die jede Mutter ca. 100x am Tag auf den Mond schießen möchte und bei einigen Eskapaden, habe ich mich auch ein wenig an mich selber erinnert gefühlt…

Das Honigmädchen von Claudia Winter, Buchbesprechung Zwei Meinungen, ein Buch

(c) Goldmann Verlag

Man merkt mit wieviel Hingabe und Liebe Claudia Winter für Ihre Romane recherchiert. Auch wenn es “Frauenromane” sind, bedeuten Claudias Romane wundervolle Protagonisten, famoses Essen, tolle Rezepte, ein tollen Sinn für Humor und man fühlt sich immer ein wenig wie “zu Hause”.

Für mich gehört dieser wundervolle Roman in diesem Jahr garantiert zu meinen Lesehighlights.
Ein Buch, das mich emotional tief berührt hat und doch lässt es mich mit einem positiven Gefühl zurück.
Das ist nämlich die wahre Kunst in den Büchern dieser Autorin:
Sie schreibt für mich Wohlfühlbücher ohne Kitsch, aber mit einem Hoffnungsschimmer am Ende.

Volle 5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung an alle die ein Buch lesen möchten, dass sie am Ende mit einem wirklich guten Gefühl zurück lässt.

Wir möchten uns beide bei dem Verlag bedanken für die zugesendeten Rezensionsexemplare und einen Gruß rausschicken an die “Winti-Girls”

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Buchinformationen:

Besprechung zu Das Honigmädchen von Claudia Winter

(c) Goldmann Verlag, Bild erstellt mit PhotoLab

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag;
Erscheinungsdatum: 18.03.19
ISBN-10: 3442485746
ISBN-13: 978-3442485741
EBook:
ASIN: B07C3XHRZZ

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