Blogtour: Das Locked-In Syndrom

Padlock als grafische Darstellung für das Locked-In Syndrom

Hallo an alle Interessierten und Buchverrückten,

im heutigen Beitrag möchte ich Euch das Locked-In Syndrom näher bringen. Eine Krankheit, die relativ selten vorkommt. Eine Krankheit, die eine besondere Therapie benötigt.

Eine Krankheit, die das Leben des Protagonisten im Buch „Locked  In: Das zweite Leben“ von Martin H. Wilhelm, maßgeblich bestimmt.

Folgt mir in die Welt dieser Krankheit und den Möglichkeiten, wie man den Menschen helfen kann!

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Blogtour Banner zum Buch Locked In: Das zweite Leben

(c) Authors Assistant

Wollen wir doch erstmal klären, was das Locked-In Syndrom (LiS) eigentlich ist:

Der Patient ist gefangen im eigenen Körper durch eine vollständige Lähmung. Er ist geistig voll anwesend, nimmt alles wahr, aber er kann sich nicht bewegen. Häufig ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit die vertikale Augenbewegung und Lidbewegung. Der Unterschied zum Wachkoma besteht in der Tatsache, dass der Patient alles mitbekommt, was um ihn herum passiert.

Bei Patienten, die an LiS leiden muss einem bewusst sein, dass wir von einer ganz körperlichen Lähmung reden. Kein Schluckreflex, keine selbstständige Atmung, noch nicht mal das Zucken des kleinen Zehs… Ursachen für LiS, können ein Tumor, ein Schlaganfall, ein Unfall oder auch Folgen von ALS sein. Das Syndrom ist sehr selten und extrem schwerwiegend. Sofortige Behandlung der Patienten ist wichtig.

Beim Locked-in-Syndrom besteht per Definitionem eine Quadriplegie (Lähmung aller vier Extremitäten) und eine Anarthrie (Unfähigkeit zu sprechen). Die Patienten sind bei Bewusstsein und wach. Das EEG ist meist normal.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

Die Erstversorgung ist identisch mit der von  Schlaganfallpatienten, aber danach muss mit Hilfe von Ergotherapeuten für die Beweglichkeit gesorgt werden und mit  Logopäden gearbeitet werden, um die selbstständige Atmung, ggf. den Schluckreflex und evtl. sogar die Stimmbänder wieder beweglich zu machen.

Patienten werden oft abgeschoben
Das Locked-in-Syndrom geht an die Belastbarkeitsgrenze des Menschen. Betroffene Patienten benötigen intensivste psychologische Betreuung und umfassende Therapien zur Verbesserung ihres Zustands. Doch leider sieht die Situation ganz anders aus. Ein Großteil der Betroffenen wird oft nur unzureichend behandelt und einfach in Heime abgeschoben. Da die Krankheit so selten ist, ist sie auch kaum ein Thema für Forschung und Pharmaindustrie.

Quelle Deutsche Apothekerzeitung

Die Therapieansätze umfassen Krankengymnastik, Ergotherapie sowie Logopädie. Die besten Rehabilitationserfolge werden erreicht, je früher die Behandlung einsetzt.  Klar muss allen sein, dass es sich hier um einen sehr schwierigen und langwierigen Prozess handelt.
Besonders wichtig ist die psychologische Betreuung und die Schaffung einer Kommunikationsmöglichkeit des Patienten mit seinem Umfeld. Das kann unter zur Hilfenahme von Buchstabentafeln erfolgen.

Zur Kommunikation können einige Betroffene das Brain-Computer-Interface-Verfahren nutzen. Dabei werden Elektroden in das Gehirn des Patienten implantiert und durch die elektrischen Hirnaktivitäten kann der Mensch dem Computer Signale geben, der diese in Steuerungsbefehle umsetzt. Allerdings erreichen nicht alle Patienten eine ausreichende EEG-Kontrolle um dieses Mittel zu nutzen.

Und das passiert auch in dem Buch von Martin H. Wilhelm und noch viel mehr!

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INFO: 10% des Reinerlöses des Buches gehen an die Selbsthilfegruppe für Locked In Patienten

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Mit einem Klick auf das Bild, könnt Ihr das Buch kaufen.

Weitere Artikel zu diesem Titel könnt Ihr hierfinden:

04.02. Locked in: Das zweite Leben – Eva von www.buecherfansite.com

05.02. Persönlichkeitsstörungen als Folge von Traumata – Annett von www.reading-books.de

06.02. Wachkoma – Anna Lena von www.mehralsworte-buecher.de

07.02. HEUTE BEI UNS – Das  Locked In Syndrom

08.02. Interview mit Martin H. Wilhelm – Manja von www.manjasbuchregal.de

Die Blogtour findet statt dank der unglaublichen Katja und hier könnt Ihr auch nochmal den Link zur Tour verfolgen: Netzwerkagentur Bookmark 

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Hallo Ana,

vielen Dank, dass du dich mit diesem Thema auseinandergesetzt hast und uns dieses näher bringst. Je mehr ich über die Krankheit lese, um so mehr bewegt mich das Ganze.

Viele Grüße

Anke

karin

Hallo und guten Tag,

Danke für einen weiteren Beitrag zu dieser Blogtour.
Die sich wirklich schlimm gestaltet für den Menschen selber und sein Umfeld….

LG..Karin..