Buchgeflüster – die Leseflaute und ich

Hallo zusammen,

wahrscheinlich habt ihr ja schon mitbekommen, dass ich in den letzten Wochen etwas weniger aktiv war. Sprich weniger rezensiert habe, weniger gepostet habe…und ja auch das mit dem Buchgeflüster schlicht verpennt habe.
Kurzum: ich steckte in einer Flaute. Ich habe irgendwie keine Zeit, Lust und Nerven fürs Lesen aufgebracht und auch das Schreiben war eher eine Qual als eine Freude (wie es sonst ja der Fall ist). Leseunlust, Schreibunlust…Tii steckt in der Leseflaute.

Leseflaute – was ist das?

Naja, also eigentlich muss ich euch den Begriff wohl kaum erklären. Jeder hatte sie mal. Jeder steckte mal für einige Tage, Wochen oder (absoluter Alptraum) Monate in ihren Klauen. Leseflaute. Der Moment, wenn dich kein Buch recht beißt, jede Seite eine Qual und Last sind und man sich mit allem möglichen Unfug beschäftigt als mit einem Buch. Das, wo man doch sonst quasi verwachsen ist mit ihnen!

HORROR!!!

 

Aber woher kommen Leseflauten?

Die Ursachen können verschieden sein. Entweder hat uns ein Buch so geflasht – und damit für andere verdorben -, dass man alles andere nur noch öde findet. Oder aber (wie leider bei mir) das böse “real life” funkt einem dazwischen und grätscht einem volle Kanne in die Beine. Sei es Arbeit, Gesundheit, Familie, Freundes- oder Bekanntenkreis – irgendwas ist dann immer. Irgendwas läuft schief, frisst einen und die Zeit auf. Und was übrig bleibt ist ein kleiner Haufen, der einfach keine Kraft mehr fürs Lesen hat.

Ich gestehe, dass Leseflauten mich immer ungemein frustrieren und nerven. Denn schliesslich LIEBE ich das Lesen. Ich LIEBE es in Geschichten, andere Leben und andere Welten einzutauchen. Bücher sind mein Notausgang aus dem Alltag. Wenn ich nun also diesen Notausgang nicht nutzen kann und somit nicht für mich einen Ausgleich habe, schlägt sich das auf mein Gemüt nieder. Ich bin reizbar, schlapp, ohne Energie – nein, ich bin nicht depressiv, denn das würde anders aussehen und wird schlicht viel zu schnell verwechselt. Bei mir ist es nur kurzweilig, während Depressionen eine ernste, langwierige Krankheit sind!

Was tun gegen Leseflauten?

Tja, eigentlich kann man da nicht viel machen. Man muss es einfach aussitzen. Klar, kann man versuchen immer mal wieder zum Buch zu greifen. Das Genre zu wechseln. Alte Schätze nochmals zu lesen. Bewusst kleine Geschichten aussuchen. und und und und….
Aber Fakt ist, dass es kein Patentrezept gibt und man einfach warten muss. Alles andere würde nur den Druck erhöhen und somit die Flaute vertiefen (meine Erfahrung).

Nun denn, ich habe den Sprung (so hoffe ich ja) geschafft und schmöcker wieder fröhlich vor mich hin, wobei ich mehr darauf achte mich nicht unter Druck zu setzen und auch meinem real life ein bisschen mehr die kalte Schulter zeige…weil ich einfach mehr an MICH denken muss. Mag nun zwar egoistisch klingen, aber in diesem Fall ist das ein gesunder Egoismus. Ein Egoismus, den jeder von uns einfach mal öfter und bewusster leben sollte.

Wie handhabt ihr es denn? Hattet ihr auch schon eine fette Leseflaute? Habt ihr Tipps oder Tricks?

Liebe Grüße
eure Tii

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Giulia

Ja schon so oft gehabt, so eine Leseflaute, Grund dafür meine Arbeit und der spätdienst immer wieder zu müde zum lesen gewesen, aber alles geht irgendwann vorbei 🙂