Bösland von Bernhard Aichner

Klappentext:

Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …

Inhalt & Fazit:

Ben hat keine einfache Kindheit. Er wird von seinem Vater geschlagen, immer und immer wieder. Seine Mutter unternimmt nichts, sondern sieht nur weg und tut als ob in der Familie alles bestens wäre. Bösland hat für Ben eine ganz besondere Bedeutung, denn einen Satz von seinem Vater hat er auch heute noch im Ohr: “Komm mit ins Bösland”, der Ort an dem Ben seine Strafe erhält, ob verdient oder unverdient.
Doch statt sich immer mehr zurück zuziehen, bleibt Ben ein offener Mensch und schließt Freundschaft mit Kux, dem Apothekersohn, und später auch mit Margarethe.
Wie sehr wünscht er sich, dass das Mädchen nie in sein Leben getreten wäre, denn dann würde sie noch leben!

Die Freundschaft mit Kux ist keinesfalls als gesund zu bezeichnen, denn schon früh erfahren wir, dass sie gemeinsam Tiere gequält haben und Ben auch die Katze der Familie getötet hat…

(c) btb Verlag

Was passiert aber, wenn man sich plötzlich wieder an alles erinnern kann und auch Kux wieder da ist? Wie geht man mit dem Wissen um und was macht man mit seiner verkorksten Vergangenheit?

Bernhard Aichner ist bekannt für seinen reduzierten Stil, der auch in diesem Buch wieder Anwendung findet. Die kurzen Sätze, der Schreibstil peitscht einen als Leser durch dieses Buch durch.
Seite um Seite, Kapitel um Kapitel fliegt man durch die Geschichte und verfolgt gespannt, atemlos und aufgeregt die Entwicklung der Figuren.

Mit Ben und Kux schafft der Autoren zwei kaputte Hauptprotaginisten, beide aus einem anderen Grund. Wir schauen in den Abgrund der menschlichen Seele der Protaginsten und immer mehr wird uns offenbart, je weiter wir lesen. Auch wird die dysfunktionale Familie von Ben immer wieder ins Spiel gebracht und aufgezeigt, wie gestört bzw. verstört auch seine leibliche Mutter ist.

Was verkraftet ein Mensch an Boshaftigkeit und Widerlichkeiten im Leben ohne daran zu zerbrechen?

Ihr wollt es wissen, dann kann ich Euch nur dieses Buch von Bernhard Aichner empfehlen.

“Kommt mit ins Bösland” – ein Ausflug, den Ihr nicht bereuen werdet.

Volle 5 von 5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung von mir.

(c) btb Verlag

Buchinformationen:

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: btb Verlag (1. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442756383
ISBN-13: 978-3442756384
ASIN: B07C3SYQR3

 

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