Autorenlesung mit Chris Carter

Hallo Ihr Lieben,

lange ist es her, dass ich bei einer Lesung war. Irgendwie hat es sich in den letzten Monaten nicht ergeben. Daher war es natürlich ein ganz besonderes Highlight für mich, als ich gestern zur ersten Lesung des Jahres bin. Zusammen mit meinem Mann habe ich mich gestern auf den Weg nach Dortmund gemacht, um dort im Rahmen von Mord am Hellweg Chris Carter erleben zu dürfen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Beitrag und den Fotos, die an dem Abend entstanden sind.

Eure An(j)a

Freitag den 19.10.18 war es endlich soweit. Chris Carter, Autor von bereits 9 veröffentlichen Thrillern, live bei Mord am Hellweg und ich durfte dabei sein. “Fangirlmodus”

Die Anreise verlief problemlos und wir waren zügig in Dortmund in der Zeche Zollern.

Die Halle und die Zeche an sich sind schon ein echter Augenschmaus und ich kann nur allen empfehlen dort hinzufahren und sich das anzusehen.

 

 

 

Margarethe von Schwarzkopf führte wieder gekonnt durch den Abend und übersetzte für alle Teilnehmer, die nicht Englisch sprachen. Gelesen wurden die deutschen Passagen von Wanya Mues und das hat er hervorragend gemacht. Es war unglaublich interessant zu sehen, was für ein eingespieltes Trio auf der Bühne war und wieviel Spaß sie miteinander hatten.

 

Ich glaube ich habe noch nie soviel gelacht bei einer Lesung von einem Thrillerautor. Chris Carter lacht über seine eigenen Witze im Buch, bezeichnet sich selber als verrückt und ist unglaublich sympathisch.

Auf die Frage, wer denn mehr er sei: Hunter oder Garacia sagte er: Ich bin beide! Beide tragen Eigenschaften ihres Herren und Meister.

Das hat schon für allgemeines Schmunzeln gesorgt, aber als er dann selber gelesen hat, es war ein Dialog mit Hunter und Garcia und er sagt: „Sie haben auch beide die gleiche Stimme, denn sie sind ja auch beide ich.“, da konnte sich der Saal nicht mehr halten.
Er beschrieb auch, dass er ständig mit sich selber redet. Wenn er einen Buchdialog schreiben möchte, dann spricht er auch mit sich selber.  Er wechselt die Plätze während dessen, um es realistischer zu halten… Seine Freundin guckt schon mal komisch in diesen Situation…  Warum er immer mit sich redet ist auch völlig logisch: er ist sein bester Freund ;O).

Was macht ihn und seine Bücher so speziell:

Er verarbeitet Witze in den Büchern. Er schreibt niemals über sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungen und ermordete Kinder. Er ist der Meinung, dass diese Dinge den Lesern “Triggern” könnten und das möchte er nicht, er will dass alle seine Bücher lesen können und “Freude” daran haben.
Er plant nichts, er hat keinen wirklich durchdachten Plot, sondern alles startet mit einem Satz, der die Grundidee des Buches ist. Auf Grund dieser Idee schreibt er dann das komplette Buch “einfach so”. Da kann ich nur sagen Chapeaux!

Wenn er startet weiß er zwar, was der Killer tut, aber er weiß noch nicht wer der Killer ist. Mein Gott was bin ich froh, dass ihm das klar wird, denn ansonsten wüssten wir alle nicht, wer der Killer ist *lach*.

Während viele Autoren sagen, dass der erste Satz der schwierigste ist, ist es für ihn das Einfachste ein Buch zu beginnen, denn er ist immer erpicht darauf die neue Geschichte zu schreiben. Er hat immer Schwierigkeiten mit dem Ende und sitzt dann immer vor der Geschichte und denkt sich: Was mache ich denn jetzt?

Was ich mitnehme aus dieser großartigen kurzweiligen Lesung ist folgender Satz, der gefallen ist in Zusammenhang zwischen seiner früheren Tätigkeit als Kriminalpsychologe in Amerika und seiner jetzigen Tätigkeit als Thrillerautor:

“Der größte Unterschied zwischen Fiktion und Realität ist, dass die Fiktion Sinn machen muss, die Realität nicht.”

Natürlich lässt man es sich als Fan nicht entgehen, sich in die Signierschlange zu stellen und ca. 1,5 Stunden anzustehen, bis man an der Reihe ist. Und der Mann war immernoch gut gelaunt, irre freundlich, hat jeden mit Handschlag begrüßt und verabschiedet. Hat signiert, geplaudert, mit einem gelacht und Zeit für Fotos gehabt.

Ein wirklich glücklicher Fan (ICH) ist an diesem Abend nach der Lesung mit einem riesen Grinsen vom Gelände der Zeche Zollern geschlendert und wird diese Begegnung in Ehren halten.

Und hier noch die ein paar Fotos von gestern und ich verabschiede mich damit auch von Euch

LG Eure Anja

 

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Aaawww, ich leibe das Bild wo ihr Zwei lacht *-* Ich erwähne jetzt nicht, das ich bislang noch keinen Carter gelesen habe?! 😀