Explosion, Heiß abserviert (Teil 2) von Symone Hengy

Klappentext:

Hotelgast verstümmelt und angezündet! Auf Profilerin Dr. Gloria Siegel und ihr junges Team wartet ein neuer Fall. Am Werk ist eine Serienmörderin, die bereits fünfzehn Mal zugeschlagen hat … und nicht aufhört. Ihre Opfer sind Anzugträger, Männer mit Macht und Einfluss. Was treibt die Täterin an? Ist sie eine verletzte Persönlichkeit oder tut sie es aus bestialischer Lust? Während das Jugendteam für ihren zweiten Fall eifrig Hypothesen aufstellt, geht der geheimnisvolle Alexander Buschbeck den Fall von ganz anderer Seite an und kommt der Täterin näher als jedes ihrer Opfer.

Inhalt & Fazit:

Anderthalb Jahre nach dem letzten Fall „trommelt“ Julia Siegel ihr Team wieder zusammen. Ein neuer brutaler Fall wartet auf Klärung.

Diesmal scheint es sich um eine Serienkillerin zu handeln und gleich nach dem Einstieg weiß man auch, warum das Buch „heiß abserviert“ im Titel hat. Ich war tatsächlich etwas geschockt auf Grund der Tatsache, welche Bilder in meinem Kopf entstanden sind… Das ist übrigens ein Aspekt, den der Stil von Symone Hengy ausmacht: Keine grausamen Details, das meiste spielt sich als Kopfkino ab und das kann bei mir anscheinend ziemlich fies sein.
Aber zurück zum Buch: Der zweite Fall des Teams und diesmal darf Alexander Buschbeck offiziell mit an Bord und das Team mit seinen Fähigkeiten unterstützen.

Der Kontakt des Teams schien während der vergangenen Zeit eigentlich nicht existent gewesen zu sein, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase arbeiten sie wieder gut zusammen. Die Wortgefechte waren wieder mit dabei und das hat mir gut gefallen, denn ohne die spitzen Bemerkungen untereinander hätte der Roman nicht so authentisch gewirkt.
Was man jedoch deutlich spürt, ist die Tatsache, dass das Konkurrenzgehabe nicht mehr so da ist und es insgesamt harmonischer läuft.
Jeder von Ihnen bringt sich, seine Erfahrungen und den Spürsinn mit in die Ermittlungen ein.

Schnell ist man sich einig, dass alle landesweiten Verbrechen, die dem Modus Operandi entsprechen, auch einer einzigen Person zugeordnet werden können, jetzt gilt es nur noch herauszufinden, wer der Killer bzw. die Killerin ist.

Es ist wunderbar zu beobachten wie alle Protagonisten mehr an Tiefe gewinnen und sich andere Nebencharaktere ebenfalls entwickeln, was aus der Perspektive, dass ich den dritten Teil kenne, noch klarer zeigt.

Die Autorin bleibt ihrem Stil treu und schreibt die Geschichte in ihrem eigenen Tempo, dem man sich als Leser gerne anpasst. Wir blicken dem Team über die Schultern, wie sie die Einzelteile zusammentragen und für uns ein Gesamtbild zeichnen. Gerade durch Gloria Siegel erkennen wir, welche Arbeit die Fallanalyse ist und das es sich um das Auswerten von Fakten, den Tatorten und den Opfern handelt.

Das Ende, hier hatte ich den Eindruck: Huch es war auf einem da… Natürlich wird alles erläutert und aufgeschlüsselt, aber trotzdem war es mir etwas zu schnell und noch ein Haar habe ich in der Suppe gefunden: die Polizisten, die im Dienst mit einer Dame im Zimmer verschwinden…

Wem will ich was erzählen, innerhalb kürzester Zeit hatte ich diesen zweiten Teil gelesen und was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Für mich der letzte Teil, den den dritten habe ich ja als erstes Buch gelesen.

Jeden Teil dieser Reihe kann man auch einzeln lesen, ohne dass es Verständnisprobleme gibt, aber es ist halt doch besser die Reihenfolge einzuhalten um die Entwicklung mitzuerleben.

Ein Krimi, der sprachlich als auch durch den Plot überzeugt und von mir eine klare Lesempfehlung bekommt. Wer es mag, dass man einem Team folgt, Morde die zwar erzählt werden, aber nicht direkt beschrieben in aller Grausamkeit und Serienmörder nicht satt hat, der ist bei dieser Reihe gut aufgehoben.

4 von 5 möglichen Punkten für den zweiten Teil

Buchinformationen:

(C) Smone Hengy

EBook – Seitenzahl der Print-Ausgabe: 286 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 4 (9. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0143DQLHA

Loading Likes...
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei: