Buchgeflüster: Leselust oder Lesefrust

Hallo zusammen,

es ist wieder der dritte Freitag im Monat und es wird Zeit für ein neues Kapitel aus unserem “Buchgeflüster”. Eigentlich sollte es einen Bericht zum Thema Selfpublisher werden, aber das Buchgeflüster ist ja auch da, damit man sich über Themen auslässt, die einen beschäftigen. Kurzerhand hat Ana also diesen Monat dazu genutzt etwas zu dem Thema Leselust oder Frust zu schreiben. Oder zu dem Zwang: Du musst noch xxx lesen!

Macht es da noch Spaß?  Wenn Ihr einen persönliches Resümee lesen wollt, dann wünschen wir Euch an dieser Stelle viel Spaß mit diesem Bericht.

Eure #Tii & #Ana

Pixabay – Bücherei Stuttgart

Eigentlich ist es ein Gefühl, dass mich persönlich schon seit einiger Zeit umtreibt und beschäftigt. Leselust oder Lesefrust? Lese ich weil ich lesen möchte, oder lese ich weil ich es “muss”. Habe ich noch Freude am Lesen oder bin ich genervt? Ist es das was ich will?

Warum? Das ist ganz einfach:

  • Der innere Zwang lesen zu müssen, denn man hat ja einen Blog und da muss ja was passieren.
  • Die Menge an Rezensionsexemplaren, die man sich selber “aufhalst”
  • Termindruck
  • Der stetig wachsende Berg an Büchern, der ungelesen vor sich “hinrottet”.
  • Das Gefühl nichts mehr einfach so lesen zu können, ohne überhaupt etwas davon zu erzählen oder darüber zu schreiben.

Ist es das, warum ich mich dem Blog angeschlossen habe? Da kann ich nur sagen: Definitv nein! Ich wollte über meine Leidenschaft schreiben. Ich wollte über Bücher schreiben, die mich bewegt haben oder auch mal über eins schreiben, das gar nicht meins war. Ich wollte die im Akkord lesen und Rezensionen schreiben… Es sollte eine Erweiterung meines Hobbies sein und nicht mein Hobby und meine Freizeit auffressen. Vorallem das Networking, SocialMedia mit Instagram, Twitter und vor allem Facebook ist ein echter Zeitfresser. Dann die ständige Frage: Was möchte ich von mir zeigen im Rahmen der Beiträge? Was möchte ich überhaupt an Beiträgen online stellen. Wie weit kann ich vorplanen? Mache ich meinen Urlaub publik, oder verschweige ich ihn – denn immerhin gibt es ja ein öffentliches Impressum mit meiner Adresse…

Ihr seht, viele Gedanken, die mich umtreiben. Es gibt sicherlich kein Allheimittel, aber ich versuche für mich einen Leitfaden zu erstellen und diesen zu beherzigen:

Das WICHTIGSTE zuerst: ES GIBT KEIN MUSS!

Jetzt aber mal zu einzelnen Punkten und beginnen möchte ich mit den Rezensionsexemplaren:

Listen führen:

  • Die Bücher aufschreiben, die man angefordert hat, auch mit Erscheinungsterminen und erwarteter Ankunft.
  • Wer erwartet wo eine Rezension und woher hat man die Bücher
  • Deadlines aufschreiben
  • Planung und chronologisches Vorgehen entsprechend der Deadlines
  • Gefällt einem ein Buch überhaupt nicht: abbrechen und keine Lesezeit verschwenden.
  • Nicht einfach alles annehmen bzw. anfordern und auch Nein sagen lernen

Die ungelesenen Bücher:

Kleine Auswahl von SuB- und Rezi-Büchern

Der SuB (Stapel ungelesener Bücher) ist auch so ein wunder Punkt. Ich weiß, nicht für alle Leser, aber ich habe ein Problem damit. Es stehen so unendlich viele Bücher in meinen Regalen, die ich noch nicht gelesen habe und ständig kommen neue Bücher dazu. Viele räume ich einfach ein, denn ich weiß ja, dass ich eigentlich im Moment gar keine Zeit habe diese zu lesen. So erscheint es mir, dass die älteren Bücher wahrscheinlich noch in 100 Jahren in meinen Regalen stehen und nicht gelesen sind, denn es gibt immer so viel Neues und Besseres und natürlich die Rezensionsexemplare.
Und da kommt mein schlechtes Gewissen: Jede Menge Geld steht da und jede Menge eigentlich völlig verschwendetes Papier… Das ist der Moment, in dem ich mich frage, ob ich überhaupt noch wirklich weiß, was ich tue. Ist es richtig was ich tue?
Das alles hört sich jetzt nach Jammern auf hohem Niveau an und nach einem echten Luxusproblem, aber das kann wirklich belasten.

Aber was dagegen tun?
Keine Nulldiät, das geht völlig in die Hose. Ich habe für mich beschlossen auszusortieren und die Bücher, die ich definitiv nicht mehr lesen werden entweder zu verlosen, oder in den Bücherschrank nach Düsseldorf zu bringen.

Das Gefühl lesen zu müssen, wie gehe ich damit zukünftig um?
Habe ich Lust ein Buch zu lesen, dann lese ich es und habe ich keine Lust dazu was zu schreiben, dann ist es auch okay, denn dieser Blog ist ein Hobby. Es ist nichts womit ich, oder in dem Fall kann ich wir sagen, Geld verdienen. Da sollte kein Druck entstehen was das Lesen angeht, oder sogar eine Art Zwang daraus werden…

Was Instagram, Facebook und Twitter angeht: Habe ich was zu zeigen oder zu sagen tue ich es, habe ich nichts, dann gibt es auch keinen Beitrag. Klingt hart, aber ich glaube nur so geht es.

Der größte Vorteil den wir hier auf unserem Blog haben: Wir sind zu zweit und einer von uns hat immer was zu sagen, oder möchte was zeigen. Die Möglichkeit dass es hier mal ganz still ist, die ist eher nicht gegeben.

Jetzt wo ich mir das mal von der Seele geschrieben habe, da geht es mir tatsächlich schon besser und der Anfang ist für mich mit diesem Beitrag passiert, denn ich habe nicht geschrieben was ich schreiben sollte, sondern das was ich wollte.

Jetzt bin ich auch fertig und ich hoffe ich habe Euch nicht genervt mit diesem Beitrag oder Ihr glaubt jetzt, dass ich einen “an der Waffel” habe… Ich will auch kein Mitleid, denn ich bin eine erwachsene Frau, die wissen sollte was sie tut bzw. tun möchte.

Aber wir möchten noch etwas wissen, wenn Ihr wollt:

Wie geht es Euch?
Kennt Ihr diese Gefühle auch?
Wie geht Ihr damit um?

Es würde uns an dieser Stelle sehr freuen, etwas über Eure Erfahrungen zu hören. Oder wie Ihr das alles seht.

Loading Likes...
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei:

Huhu, ja, leider kenne ich diese Gefühle nur zu gut. Letzten Endes ist man es zwar eigentlich immer selbst, der sich unter Druck setzt, aber dennoch. Es gab schon Phasen, da konnte ich einfach kein Buch aufschlagen und mit jedem zusätzlichen Exemplar wurde es drückender und drückender… Zu zweit bloggen fände ich toll, stelle es mir aber schwierig vor, dass “passende” Gegenstück zu finden, wenn der Blog zum Beispiel bereits besteht. Müsste man vermutlich gemeinsam komplett von vorne aufsetzen und da fängts ja schon an… Bei mir kam jetzt leider noch Krankheit dazu, was natürlich noch mehr die Luft raus… Weiterlesen

Das zu zweit bloggen kann ich nur unterschreiben, wobei ich es absolut(!!) nicht schlimm, störend finde, wenn ein Blog über einen längeren Zeitraum keine neuen Beiträge postet – es ist ein Hobby, Freizeit, keine Bezahlung – dafür stelle ich mein Leben nicht hinten an! Und so ist es auch mit dem Lesen, wenn ich mal keine Lust habe, ob zwei tage oder zwei Wochen, oder Monate (was nun wirklich nicht vorkam bislang), dann ist das so – Punkt! Ich habe nie das Gefühl des “Müssens”, denn ich lese worauf ich Lust habe und frage selten Bücher an. Wenn bei uns… Weiterlesen