Rezension: Insel des Sturms von Nora Roberts

Im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernd!

Aidan Gallagher kehrt nach Jahren des Reisens in sein kleines irisches Heimatdorf zurück, um den Pub seines Vaters zu übernehmen. Wie magnetisch wird er von einer unbekannten, schönen Frau – Jude Murray – angezogen. Vorsichtig beginnt er, die Fremde mit Geschichten von den Geheimnissen Irlands zu umwerben. Und bald stellt Jude fest, dass dieser Mann mit den Augen eines irischen Sturms sie nicht nur fasziniert, sondern auch auf tiefe, rätselhafte Weise ihre Seele berührt …

(Quelle: Randomhouse)

Beurteilung:

Jude Francis ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrer Angst zu versagen, ihrer Angst vor den selbst gesteckten Zielen und Leistungsdruck und ihren Selbstzweifeln.
Ihre Flucht führt sie nach Irland. Ins kleine beschauliche Dörfchen Ardmore. Hier wohnt sie in dem Cottage einer verstorbenen Verwandten ihrer Großmutter ohne zu wissen, dass sie in diesem kleinen Haus nicht alleine lebt. Nein, sie hat eine Mitbewohnerin. Lady Gwen. Ein Geist, der seit über 300 Jahren durch einen Bann an dieses Haus gebunden ist und ihre Liebe und Erlösung wartet. Ein Bann, der auch Jude in gewisser Weise betreffen wird…und nicht nur sie.

Nora Roberts bezaubert mit ihrer ganz besonderen Liebe zu Irland. Ihrer Liebe für Land und Leute, seine Mythen und Legenden und dem stetigen Zauber, der irgendwie auf allem liegt.
Sie erzählt eine Geschichte von Leidenschaft, Liebe, Angst vor Verändereungen, Angst vor dem Versagen, Mut eigene Grenzen zu überschreiten und den Tücken des falschen Stolzes. Wobei es gerade dieser Stolz und die damit einhergehende Wut es ist, die seit jeher die tiefsten Wunden geschlagen hat.

Mir gefiel die Legende um Lady Gwen und ihren Prinzen sehr gut, da sie schlicht auf alle Zeiten übertragbar ist und das Verhalten von Jude und Aidan sehr gelungen aufzeigt, dass die Probleme von einst auch im heute stets aktuell sind. Auch fand ich Judes Entwicklung vom grauen unscheinbaren Mäuschen zur starken Frau sehr gelungen. Es ist schön zu erleben wie sie erstmalig Freunde, aber auch zu sich selbst findet und so auch den Mut aufbringt neue Wege zu beschreiten. Einen Weg, der sie in die Arme der Magie der Worte führt.

Eine wunderbare Geschichte mit authentischen Figuren in denen man auch sich selbst durchaus wiederfinden kann.

5 von 5 Diamanten

#37/2018

Da meine Ausgabe eine “Sonderedition” von Weltbild ist hier das Cover von Blanvalet und alle weiteren Informationen zum Buch.

(c) Blanvalet

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344237829X
ISBN-13: 978-3442378296
Originaltitel: Jewels of the Sun

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Ach, bei deiner Rezi werden Erinnerungen wach… 🙂 Von Nora Roberts habe ich Mitte / Ende der 90er Jahre alles gelesen, was es gab! Alle ihre Trilogien und das eine oder andere Einzelbuch. Habe sie noch alle in den Regalen. Ich glaube, es gibt kein Buch, dass mir von der Autorin damals nicht gefallen hat. Ich müsste jetzt mal schauen, welches ihr neuestes Buch ist. Habe schon Ewigkeiten keines mehr gelesen.

Schön, dass du Nora Roberts auch magst. 🙂
GlG, monerl