Rezension: Tage des Zorns – Maximilian Seese

Klappentext:

Ein neuer rasanter Fall für Chief Gordon Grand.
Ein Ritualmord erschüttert die friedlich wirkende Kleinstadt Clayton im Nordwesten Englands. Die örtlichen Behörden rufen den erfahrenen Mordermittler Gordon Grand zu Hilfe. Die Obduktion ergibt, dass das Opfer über Jahre hinweg gefangen gehalten, gefoltert und für brutale Experimente missbraucht wurde.
Es dauert nicht lange, bis weitere Leichen auftauchen, die Handschrift eines soziopathischen Serienmörders ist unverkennbar. Sein Motiv bleibt lange unklar, doch dann stößt Grand in der Vergangenheit Claytons auf ein Geheimnis, das an Grausamkeit sogar die jüngste Mordserie in den Schatten stellt…

Inhalt:

Inspektor Grand wir von einem ehemaligen Kollegen gebeten nach Clayton zu kommen, um sich den ersten Mord anzusehen. Schnell ist klar, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Mord handelt und noch bevor die Ermittlungen in diesem Fall richtig losgehen, taucht auch schon die zweite Leiche auf.

Clayton liegt idyllisch mitten in einem Urlaubsgebiet in England und scheint nach außen die ideale kleine und saubere Stadt zu sein, in der Touristen gerne einen Stopp machen.

Aber es ist nicht so wie es scheint. Unter der Oberfläche brodelt es in in dieser Stadt…
Religiöser Wahn, Faschismus und Rache spielen eine große Rolle und sind der Antrieb für viele Menschen, die hier leben. Gemeinsam mit Grand, der Pathologin und dem Rest des Teams versuchen sie aufzuklären, warum die Opfer so grausam gefoltert und schließlich auf so schreckliche Art und Weise zur Schau gestellt wurden, um gefunden zu werden.

Dank einer “Klatschreporterin” bekommt der Mörder den Namen: Der Teufel von Clayton, aber so teuflisch scheint er gar nicht zu sein, denn bei einer verpatzten Polizeiaktion ermordert er weder diese besagte Reporterin noch einen Polizisten. Was treibt den Mörder an? Warum hat er diese drei Menschen ausgesucht, gefoltert, verstümmelt und anschließend umgebracht?

Fazit:

Maximilian Seese ist ein junger Autor, der mit diesem Thriller sein zweites Buch veröffentlicht hat und ich kann nur sagen: Chapeau. Schreiben kann er! Bereits mit “Was sich im Nebel verbirgt” hat uns der Autor sein sprachliches Talent unter Beweis gestellt und uns Ermittler Grand und seinem Team über die Schulter gucken lassen. Was mir positiv aufgefallen ist, sind die kürzer ausgefallenen Beschreibungen von Orten und Gegebenheiten, denn das war mir im ersten Buch manchmal etwas viel. Das Buch ist kein schneller Thriller bzw. Action Thriller sondern er lebt von der Geschichte und den Schlüssen und Ereignissen. Manchmal fällt die Geschichte vielleicht etwas langatmig aus, aber langweilig ist es nie und glaubt mir, vieles hat einen Sinn.

Der Autor arbeitet seine Protagonisten liebevoll aus und man kann eine Beziehung zu ihnen aufbauen oder aber sie “hassen”. Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen und angenehm. Allerdings gibt es in diesem Buch ein Wort, dass mich dazu gebracht hat, dass froh war, als das Auto von Grand bei einem Unfall von uns gegangen ist, nämlich Hatchback. Ich kann nicht genau sagen warum, aber das Wort ist mir immer wieder aufgefallen und dadurch  irgendwann aufgestoßen. Aber das ist jammern auf höherem Niveau.

Die Geschichte ist gut durchdacht und strukturiert aufgebaut. Die Brotkrumen, die ausgestreut werden und zum Täter führen sind da, aber ganz richtig gedeutet habe ich sie nicht und damit war es für mich wirklich spannend bis zum Schluss.
Habe ich erwähnt, dass der Autor seine Protagonisten gerne durch die Hölle gehen lässt und uns damit auch? Nein? Dann fühlt Euch gewarnt!
Am Ende werden viele Fragen beantwortet und aufgelöst, aber nicht alle…

Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen und warte dann auf den dritten Teil.

Von mir bekommt das Buch 4,5 von 5 möglichen Punkten und eine klare Leseempfehlung.

PS: Man kann den zweiten Teil durchaus ohne Vorkenntnisse lesen.

Hier möchte ich Euch allerdings noch meine Rezension aus dem letzten Jahr zu Teil eins ans Herz legen: Was der Nebel verbirgt

Buchinformationen:

(c) Edition M / Amazon Publishing

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3281 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 517 Seiten
Verlag: Edition M (1. Mai 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07B3ZHVR1

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