#3Frauen1Buch und das Nackenbeißer-Experiment

– Genre-Jungfrauen, Fortgeschrittene und alte Hasen –

Hallo zusammen,

nach dem Buch ist vor dem Buch und bei uns geht es Schlag auf Schlag weiter. Nachdem wir ja mit unserem letzten Buch eher in die Nesseln gesetzt haben, bin ich ganz zuversichtlich, dass wir dieses Mal eindeutig eine bessere Wahl getroffen haben.
Denn dieses Mal haben wir uns für einen historischen Liebesroman entschieden – einem Nackenbeißer.

Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt, weiß sicherlich, dass ich eine ganz persönliche Schwäche für diese Art Bücher habe und nahezu süchtig nach den Romanen von Stephanie Laurens bin.
Und ja, die liebe Melinda habe ich zwischenzeitlich auch angesteckt.
Tja, da blieb nur noch Michelle übrig, die in diesem Genre keinerlei Erfahrungswerte oder Berührungspunkte hatte.

Also die idealen Voraussetzungen. Eine Jungfrau, eine Kennerin und ein Junkie.

Nun denn, dann kommt doch mal mit, und seid live dabei wie wir drei – die Mädels von Booktopische Leseliebe und ich – uns an dieses Buch heranwagen und wie wir so klar kommen 🙂

Liebe Grüße
Tii

 

*** Eine ungezähmte Lady ***
von Stephanie Laurens

 

England 1824. Als Kapitän Declan Frobisher die attraktive Lady Edwina Delbraith trifft, weiß er sofort, dass sie seine Braut werden wird. Der Erbe einer Dynastie erfolgreicher Seefahrer ist zwar vom Erfolg verwöhnt, doch Edwina zu erobern stellt sich selbst für ihn als überraschend einfach heraus, nicht zuletzt, weil sie deutlich macht, dass sie Declan genauso sehr möchte wie er sie. Kurz nach der Hochzeit wird offenkundig, dass Edwina auch in der Ehe ihre ganz eigenen Pläne hat und keinesfalls als Heimchen am Herd in England bleiben wird, wie es sich der freiheitsliebende und kontrollierende Declan vorgestellt hat …

Leseabschnitt 1
Kapitel 1 – 4

Michelle sagt (unsere Jungfrau):

Mein erster Ausflug im Bereich Liebesroman vor historischem Hintergrund (ja ich musste mich hier erst mal extra aufklären lassen, in welchem Bereich ich mich hier eigentlich befinde *grins*), verschlägt mich nach London ins Jahr 1825. Somit befinde ich mich in einer Zeit, mit der ich noch nicht sehr vertraut bin und in der ich mich erst einmal einfinden musste. Generell gelang mir das aber dann doch erstaunlich schnell, bis auf ein paar kleinere Probleme mit denen ich zu kämpfen hatte, wie z.B. der für mich, ungewohnten Wortschatz, oder eben auch diverse Formulierungen, die mir einfach noch sehr fremd waren.
Um euch nun aber nicht weiter mit meinen persönlichen Lesegewohnheiten zu langweilen kommen wir mal lieber zur Geschichte:

Die Story startete mit einem Besuch auf einem Ball, den das frisch verheiratete Paar Edwina und Declan Forbisher besuchten, um in der hohen Gesellschaft Londons, ihren Platz zu finden und letztendlich auch als Mitglied der feinen Leute akzeptiert zu werden.
Declan, der Kapitän seines eigenen Schiffes ist, hatte sich vor seiner Ehe eher wenig um solche Ereignisse gekümmert und daher ließen mich seine Gedanken des öfteren Schmunzeln, gerade wenn es darum ging die hochgeschätzten Leute zu mustern und zu beäugen. Seine Frau, Tochter eines Dukes, verbrachte schon unzählige Abende auf solchen Veranstaltungen und beherrschte daher das Spiel nahezu perfekt.
Interessant war für mich, dass es sich hier nicht um eine arrangierte Ehe handelte, wie es wohl früher öfter der Fall war (und womit ich fest gerechnet hatte), sondern viel mehr um eine Hochzeit aus Liebe. Beide haben eine feste Meinung wie diese Ehe zu verlaufen hat und beide wollen ihre Vorstellung davon auch umsetzen.
Dumm nur, wenn Mann sich ausgerechnet in ein sehr zielorientieres Frauenzimmer verliebt, die genau weiß wie sie Menschen manipulieren und geschickt Informationen sammeln kann.
Es war für mich wahsinnig amüsant zu sehen, wie geschickt und schleichend Edwina ihre Vorgehensweise plante und umsetzte, um ihren Willen und ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Heute würde man sagen so ein gewitztes Luder aber auch, und man würde sie nicht mal beleidigen.

Declan wird überraschend mit einem neuen Auftrag aufgesucht und muss sich umgehend auf die Reise machen, um diesen zu erfüllen. Das bedeutet gleichzeitig, er muss seine Flitterwochen vorzeitig abbrechen und seiner Frau erklären wieso und weshalb. Doch was eigentlich nicht schwer sein sollte, wird hier zu einer harten Nuss, denn seine Frau beschließt kurzer Hand einfach mit zu wollen. Für den Kapitän beginnt somit eine ganz besondere Schiffahrt und das ganz ohne Wasser. Denn nun muss er sich dem Wellengang seiner Frau stellen, das nicht weniger gefährlich ist, aber seine Vorstellung und Ansichten sind genau die entgegengesetzten seiner Frau und er weiß genau eine falsche Route könnte ihn weit vom Hafen der Ehe wieder entfernen.

Wie wird sich Declan gegen seine liebende Frau durchsetzen? Kann er das überhaupt? Andersrum stellt sich auch die Frage, wie weit wird es Edwina treiben? Ist sie sich der Gefahr bewusst sich gegen ihren Mann zu stellen bewusst? Werden die beiden überhaupt eine gemeinsame Einigung finden, oder scheitert alles schon an den verschiedenen Vorstellungen, wie beiden ihre Ehe gestalten wollen.

Mich beschleicht das leise Gefühl, dass Edwina und Declan hier noch so manch einem peitschendem Seesturm ihrer Ehe zu bewältigen haben und ich denke, das kann durchaus spannend werden, das zu begleiten. Ich bin mir ziemlich sicher, mit den beiden wird mir so schnell nicht langweilig, zumindest fand ich die erste Etappe sehr toll zu lesen und ich konnte schon herzhaft lachen.

Melinda sagt:

Ein neuerlicher Ausflug ins Land der historischen Liebesromane. Dank der lieben Tii nicht mein erster, aber doch ein eher seltener. Für gewöhnlich bin ich doch eher „älter historisch“ unterwegs, soll heißen anno 1500, höchstens.
Beim Lesen frage ich mich allerdings, warum ich nicht häufiger in der Welt des frühen 19. Jahrhunderts unterwegs bin. Ich fühle mich durchaus wohl zwischen den Londonern oberen Zehntausend 1824.

Die zwei Protas in diesem Roman, Edwina und Declan, haben mich vom ersten Kapitel an für sich eingenommen. Und ich habe bereits einige neue Wörter gelernt, wie zum Beispiel Hautevolee und Rechauds (vornehme Gesellschaft und Warmhalter für Speisen).

Die Dynamik zwischen Edwina und Declan ist herrlich. Zwei so starke Charaktere in einer Ehe, in der jeder für sich Ambitionen hegt, die dem anderen noch eher unklar sind.
Edwina will frei und eine gleichberechtigte Partnerin sein, während Declan sie beschützen und einige Geheimnisse seines Lebens vor ihr wahren will.
Dabei hat der gute Declan aber Edwinas starken Willen und ihren Einfallsreichtum unterschätzt.
Trotz der Tatsache, dass sie sich noch nicht so gut kennen, da sie frisch verheiratet sind (man bedenke die Tatsache, wie Ehen 1800 geschlossen wurden, da lernte man sich erst nach der Heirat wirklich kennen!), spürt man deutlich die Leidenschaft, die beide verbindet. Aber entwickelt sich auch Liebe zwischen ihnen oder scheitern Edwina und Declan an Geheimnissen und Forderungen, die sie jeweils an eine funktionierende Ehe stellen?

Dabei werden auch meine detektivischen Neigungen angesprochen, denn Declan bekommt einen Auftrag, der eher mysteriös erscheint. Dabei kann er Edwina eigentlich gar nicht gebrauchen. Aber Edwina hat einen Dickschädel und ihre eigenen Wünsche, bezüglich derer sie zu keinem Kompromiss bereit ist. Ich bin gespannt, wie die beiden das meistern!

Tii sagt:

Nach einer gefühlten Ewigkeit, halte ich endlich wieder einen “Laurens-Roman in Händen. Meinen Freifahrtschein in ein anderes Jahrhundert. JA! Ich gestehe, dass ich ein gewisses Faible für diese Autorin und ihre Romane habe.

Umso mehr freut es mich, dass ich nun mit den zwei anderen Ladies den Auftakt einer enuen Reihe in Angriff nehmen darf.

Also auf ins Jahr 1824!

Wir treffen auf Declan und Edwina. Ein jung vermähltes Paar in seinen Flitterwochen, die sie in London verbringen. Declan und Edwina’s Verbindung ist noch frisch und jung, dennoch sind ihre Gefühle füreinander groß und intensiv. Sie sind das perfekte Paar. Wahre Liebe.

Doch da gibt es nur ein Problem. Ihre Vorstellung wie die Ehe sich gestalten soll.
Während Declan eher die klassische Ehe im Sinn hat – er kreuzt fröhlich durch die sieben Weltmeere während Edwina das traute Weib miemt und Zuhause in London das Heim hütet – sehen Edwina’s Pläne etwas anders aus.

Ich erwähnte ja schon, dass ich er Laurens’schen Feder verfallen bin und ja, auch jetzt bin ich wieder in ihrem Bann. Es ist so herrlich zu sehen wie zwei recht unterschiedliche und starke Charaktere aufeinander treffen und ein ganz eigenes Kräftemesse veranstalten. Ich freue mich schon zu sehen wer hier obsiegen wird oder welche Kompromisse geschlossen werden.

Eines ist gewiss. Die Segel in neue Abenteuer sind gesetzt. und das Wiedersehen mit Wolverstone / Dalziel verspricht Spannung, Gefahr, Geheimnisse und waghalsige Intrigen!

Nächstes Ziel: Westafrika!

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