Rezension: Schattengesicht von Antje Wagner

(c) Crimini – Ulrike Helmer Verlag

Klappentext:

Mila und Polly – zwei junge Frauen, die auf der Flucht sind. Etwas Rätselhaftes, nicht Greifbares umgibt sie, mehr noch: Bedrohung. Warum ist der Tod ihr ständiger Begleiter? Milas Freundschaft zu Polly reicht bis in die Kindheit zurück: Das unglückliche Mädchen, das sich in ein eigenes »Halbreich« flüchtet, findet unter einer Trauerweide am Rande eines Waldsees eine Freundin. Selbst als Mila längst erwachsen ist und eine Lehrerinnenausbildung absolviert, bleibt Polly ihre stete Begleiterin – und unterstützt sie, auch wenn es um den Kampf gegen Ungerechtigkeiten oder um Rache geht …

Inhalt:

Mila und Polly sind Freundinnen und zwar schon von früher Kindheit hat. Da wo Mila ist, da ist auch Polly oder Polly ist nicht weit weg.
Die Geschichte beginnt eigentlich mit dem Ende, nämlich dem Moment in dem Mila im Gefängnis landet ohne Polly und sie diese schmerzhaft vermisst.
In 5 Episoden lässt uns die Autorin an dem Leben der beiden Frauen teilhaben und mit jedem Abschnitt gehen wir weiter zurück in die Vergangenheit und da erfahren wir dann auch was es mit Polly auf sich hat…
Im letzten Teil des Buches sind wir wieder an dem Punkt angekommen, an dem wir begonnen haben und der Kreis schließt sich.

Fazit:

Antje Wagner hat mit diesem Roman eine düstere Geschichte geschaffen, die einen als Leser auf eine Zeitreise mitnimmt.
Stimmungsvoll beschreibt sie die Umgebung von Mila und deren Gefühle bzw. deren Empfindungen, je weiter man in die Vergangenheit reist, desto detaillierter werden auch die Beschreibungen der Autorin.
Es ist die Geschichte einer jungen Frau und was sie in ihrem Leben erlebt und getan hat. Eine Reise, die uns verdeutlichen soll warum Mila und Polly Freunde fürs Leben sind. Eine Entwicklungsstudie über viele Jahre hinweg, bei der man erst spät merkt woran man wirklich ist. (Wobei ich gestehe, dass ich ab dem Moment im Studentenwohnheim wusste was Sache ist.)
Die erste Hälfte ist für mich leider nicht spannend gewesen, sondern die Geschichte wurde einfach nur erzählt und für mich war nicht immer alles logisch nachvollziehbar. Danach ist es ein düsterer Roman, der mich hat interessiert weiterlesen lassen, denn ich wollte wissen wie die Autorin den Roman zu einem ausgewogenen Ende bringt.
Antje Wagner gewährt uns mit Ihrem Roman einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche. Ein Roman, der uns die Geschichte von zwei Frauen erzählt. Zwei Frauen, die scheinbar untrennbar miteinander verbunden sind – wobei eine von Ihnen Menschen in Angst versetzt wenn sie spricht. Es sind alles Momentaufnahmen aus dem Leben, die uns erlauben einen kompletten Eindruck zu erhalten. Der Mord passiert, aber ist in dem ganzen Buch eher Nebensache und dient nur als Erklärung, warum Mila im Gefängnis landet.
Antje Wagner hat hier einen interessanten und düsteren Roman konzipiert, der gut geschrieben ist, aber es ist in meinen Augen kein Thriller und das ist mein größter Kritikpunkt. Nur weil es um die Psyche von einem Menschen geht und das daraus entstehende Konfliktpotential, macht es dieses Werk noch nicht zu einem Thriller – zumindest ist das meine Meinung.
Bei mir hat es mit diesem Buch einfach nicht richtig Klick gemacht und als ich es zugeschlagen habe, hatte ich kein “AHA” Erlebnis.

Ich kann für Schattengesicht nur 3 von 5 möglichen Punkten vergeben.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, aber der Bericht spiegelt meine persönliche Meinung wieder.

 

Buchinformationen:

Taschenbuch: 190 Seiten
Verlag: Ulrike Helmer Verlag (1. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897414139
ISBN-13: 978-3897414136

 

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