Rezension: Pizza, Pasta und Amore von Elke Becker

Wünscht sich nicht jede Frau den ultimativen Heiratsantrag? Julia Hadorn geht es da nicht anders. Nach einem romantischen Antrag wird ihr allerdings mehr als heiß und das liegt nicht nur an den Worten ihres Liebsten. Der Abend endet im Fiasko.

Drei Jahre später ist Julia immer noch Single. Doch ihr Traumjob rückt endlich in greifbare Nähe. Deshalb reist sie nach Rom, um dort ihr italienisch zu perfektionieren.
Für Liebe bleibt da keine Zeit. Doch Rom hat ganz andere Pläne mit Julia …

Beurteilung:

„Willst du mich heiraten?“ Die Fragen aller Fragen, die fpr viele Frauen die Erfüllung all ihrer Träume ist. Dich für Julia eher ein Alptraum ist. Will sie Gregor wirklich heiraten? Die Mutter seiner Kund werden? Und was ist mit all ihren Wünschen und Träumen?
Kurzentschlossen erstellt sie eine Liste all der Dinge, die sie unbedingt machen will. Dinge wie
– nach Italien reisen
– Sprachen lernen
– im Meer schwimmen
Sie bittet Gregor ebenfalls eine Liste zu erstellen…mit überraschendem Ausgang.

Einige Jahre später treffen wir Julia erneut in Rom wieder. Sie ist gerade im Begriff ihre neue Stelle als Stadtführerin anzutreten. Ein Traum wird wahr, sie ist endlich in Rom! Doch irgendwie wird alles kompliziert und dramatiös…und Schuld trägt ein altes Geldstück und vielleicht auch ein bisschen die Magie des Trevi-Brunnen.

Faktisch erzählt uns Elke Becker keine klassische Liebesgeschichte mit Fokus auf einem Paar mit ellenlangen Dramen und wilden Eskapaden. Sondern sie erzählt uns viel mehr eine Geschichte über das Leben an sich. Eine Geschichte über festgefahrene Wege, Alltagstrott, die Angst vor Veränderung und den Mut neue Wege zu beschreiten. Dabei garniert sie das ganze mit einer Prise gesunder Sozialkritik und zeigt anhand von Pedro wie schnell das Leben aus den Fugen geraten kann.

Ich finde es einfach toll, dass gleich drei starke Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihr Leben in Angriff nehmen und sich den Veränderungen stellen. Ihr Leben selbst in die Hand nehmen und mutig neue Schritte wagen.

Eine Geschichte zum träumen, schmachten, bangen und hoffen.

Elke Becker beschreibt Rom so farbenprächtig, lebendig ohne Angst vor den Schattenseiten, dass man die Koffer packen und nur noch den nächsten Flieger steigen will. Dabei wird sie keinesfalls schmalzig, melodramatisch oder langatmig!

Ein Buch mit seiner ganz eigenen Magie und einen Ende voller Hoffnung und Raum für Träume.
5 von 5 Münzen

#15/2018

 

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