#3Frauen1Buch – Stunde der Drachen – zwischen den Welten von Ewa Aukett

 

missglückter Suizid trifft auf unfreiwillige Zeitreise mit Mulan-Allüren

Hallo zusammen,

lange nichts mehr in Sachen #3Frauen1Buch von uns hören lassen. Aber Krankheit (Bronchities, Grippe und Co), arglistige Leseflaute und auch die Suche nach der “richtigen” Lektüre haben uns halt so das ein oder andere Steinchen in den Weg gelegt. Daher bitte auch nicht wundern, dass die Etappen dieses Mal so lang sind. Fakt ist halt, dass wir so unsere großen und kleinen privaten Schlachten zu schlagen haben, ehe wir Fortschritte in Sachen Lesen machen.

Wir hoffen einfach mal auf euer Verständnis 🙂

So nun aber genug Mimimi und ran an die Buletten!

Wir haben uns für unsere kleine traute Runde für folgenden Buch entschieden:

– Stunde der Drachen (1) – zwischen den Welten –
von Ewa Aukett

Stunde der Drachen 1 – Zwischen den Welten “Zwischen den Welten” – Der Auftakt zur Fantasy-Romance-Reihe von Bestseller-Autorin Ewa Aukett, bekannt auch durch ihre Topseller-Liebesromane wie “Nur dieses eine Mal”, “Atem auf deiner Haut”, “Déviance – Gefährliche Lust” u.v.m. Lee hat mit dem Sprung von der Brücke dem sicheren Tod entgegengeblickt und findet sich stattdessen scheinbar im mittelalterlichen Schottland wieder. Halb erfroren, wird die verwirrte Frau zur Burg des Clanherrn gebracht. Als sie Royce McCallahan gegenübertritt, spürt sie, dass hier Mächte am Werk sind, die mit Logik und Vernunft nicht erklärt werden können. Für Lee beginnt ein unglaubliches Abenteuer, bei dem sie lernt, dass Zeitreisen, Schwertkämpfe und Clanfehden ihre Bedeutung verlieren, wenn es um die eine große Liebe geht. Doch was hat es mit den Legenden um den Drachen auf sich, der das Wappen des McCallahan-Clans ziert? Und wieso ist sie in dieser Welt gelandet, in der immer mehr rätselhafte Prophezeiungen über ihr Schicksal ans Licht kommen? Warum nur fühlt sich dann alles so seltsam vertraut an? Als ihr Retter sie zur Burg seines Herrn bringt und sie Royce McCallahan gegenübertritt, spürt sie eines in aller Deutlichkeit: Ihr Leben wird vom heutigen Tag an nie wieder so sein, wie es war.

 

Etappe 1: Prolog bis Kapitel 3

Melinda sagt:

Nach dem Tod, in diesem speziellen Fall ein Selbstmord(versuch), im Jenseits bzw. in einer anderen Welt zu erwachen ist nun kein Gedanke, der grundsätzlich fremd ist.
Allerdings stellen sich dabei wohl die wenigsten vor halb erfroren im Schnee zu erwachen und von einem riesigen haarigen Wesen fast zu Tode erschrocken zu werden.
Überraschenderweise stellt sich aber eben jenes Wesen als menschliches heraus und darüber hinaus auch zum Retter unserer Protagonistin Lee.

Nun ist sie also in einer fremden Welt am Rande des Mittelalters mitten in eine Schar testosteronlastiger Highlander gelandet. Ein Segen, dass man sie da zunächst für einen Burschen hält.
Allerdings bringt Clan-Oberhaupt Royce MacCallahan Lees Blut ganz schön in Wallung. Und sie seines ebenso. Ich amüsierte mich herrlich über Royces Unwohlsein darüber, hält er sie doch für einen Jungen und kann sich seine Reaktionen auf ihre Gegenwart nicht erklären.

Dass sie sich zu allem Überfluss kaum erinnert, was geschehen ist und sich auch nicht ansatzweise erklären kann, wie sie nach Sirjevan gekommen ist, raubt ihr selbstverständlich den Schlaf.
Kein Strom, kein fließend Wasser, Eiseskälte, schwere Arbeit, Misstrauen von allen Seiten, ein Clanoberhaupt, der sie ordentlich rannimmt (und nicht unbedingt in angenehmem Sinne)…
Also, ich wäre einigermaßen verzweifelt… Und nicht einmal ein Stück Schokolade als Trösterchen ist in greifbarer Nähe!

Trotz allem verspürt Lee in all der Fremde und Unsicherheit aber auch das Gefühl, genau hier richtig zu sein und die Menschen kommen ihr auf eine verquere Art vertraut vor. Ich bin gespannt, was das noch bedeuten wird.

Royce setzt es sich in den Kopf Lee das Kämpfen zu lehren. Allein mit ihm in irgendwelchen gottverlassenen Wäldern kommen Lees Unzulänglichkeiten immer mehr ans Tageslicht, was Royce noch misstrauischer werden lässt. Zusammen mit dem Knistern zwischen den beiden wirkt sich das explosiv auf die Stimmung und besonders auf Royce Laune aus.

Insgesamt hoffe ich, mehr ein Gefühl für die Prota zu bekommen, da ihre Gedankengänge und auch ihre Handlungen mir noch nicht immer ganz klar erscheinen. Möglicherweise legt sich das, sobald ich sie ein wenig besser kennenlerne.

 

Michelle sagt:

Neues Buch, neue Geschichte und neue Emotionen.

Dieses Mal geht es in die Highlands des 16. Jahrhunderts: Rauer Umgangstohn, kein Luxus, Gastfreundlichkeit wird auch nicht unbedingt groß geschrieben und die Mahlzeiten müssen erst mal beschafft werden. Genau das muss die Protagonistin kennenlernen, als sie von einem Hünen namens Wulf in der eisigen Kälte aufgefunden wird.

Die eigenen Erinnerungen gleichen eher einem Sieb und die Löcher schließen sich eher langsam, keine Erinnerung an den eigenen Namen, keine Ahnung wie und woher sie kommt. Ebenso kann sie sich ihre neue “Kleidung” nicht erklären, Wirklich fast Jeder sieht in ihr nur einen jungen und ungelernten Bursche, was auf Grund ihrer äußeren Erscheinung auch wirklich kein Wunder ist. Bald trifft sie dann auch auf den Clanführer Master Royce, der mit Ablehnungen ihr gegenüber nicht spart. Trotz seiner Bedenken und Gründe bekommt sie ein Obdach und bekommt den einzigen Namen, der ihr einfällt: Lee.

Sie bekommt einen Schlafplatz und die Möglichkeit sich bei schwerer Arbeit, der Jagd und der Kampfkunst zu beweisen. Dumm nur, dass sie sich mit den Möglichkeiten und Arbeitsgeräten der gegebenen Zeit so überhaupt nicht auskennt und sich im Umgang mit ihnen mehr als tollpatschig anstellt.

Kleine Schmunzelmomente sind daher hier schon mal garantiert.

Leider gab es aber auch einige Schwächen hier schon beim Start. Der Schreibstil war für mich mehr als seltsam, denn ich hatte oft das Gefühl die Autorin glitt unbemerkt mit der Sprache in die falsche Gedanken und Zeiten. Während alle Dorfbewohner sich der ältertümlichen, für sie gängige Sprache, dachten und sprachen, fand ich es merkwürdig, dass auch die Gedanken der zeitreisenden Lee häufig ähnliche Worte aufgriffen. Hier wäre es für mich eher Logisch gewesen, wenn sie einen modernen Wortlaut aufgezeigt hätte. Das hat mich manchmal sehr verwirrt und aus dem Lesefluss gerissen. Auch kommt die Geschichte für seine doch eher langen Kapitel sehr langsam in Fahrt und ich hatte mit einigen unnötigen Wiederholungen zu kämpfen, welche mich eher zum Einschlafen einluden.

Trotzdem bin ich gespannt und neugierig, wie sich unsere Bucheldin hier schlagen wird, zumal sie und Royce eine seltsame Wirkung aufeinander haben, welche mich zu locken weiss.  Ich bleib dran!

 

Tii sagt:

Schön dumm, wenn man sich das Leben nimmt, um dann in einem anderen Leben “aufzuwachen”. Um dieser mittleren Katastrophe noch die Krone aufzusetzen, wird man nicht nur in ein anderes Land verfrachtet, sondern auch noch in einer ganz anderen Zeit. Das Schicksal – oder wer auch immer – hat ein bisschen an der Uhr gedreht…so 500 oder 600 Jahre.
Herzlichen Glückwunsch, Lee. Du hast den Jackpot mit den Schicksalsarschkarten geknackt.
Ganz wunderbar. Der Umstand, dass man sie dann noch für einen Jungen hält, ist dann wohl eines der kleineren Probleme in diesem Drama.

Denn sagen wir es so, der Winter in den Highlands des 16. jahrhunders sind wahrlich kein Vergnügen. So ganz ohne heiße Dusche, Schokolade, Streichhölzer…und das dann auch noch als Vegetarier.

Im groben hat das ganze einen Hauch von Mulan, als der Clanchef beschließt aus dem hageren Bürschen (für den er Lee hält) einen Mann zu machen. Bleibt mir nur zu sagen: Viel Glück!

Für genügend Rätsel sorgen Lee’s “Ahnungen” und der Umstand, dass alles irgendwie “vertraut” ist. Was hat das zu bedeuten?

Royce (der Clan-Chef) tut mir schon irgendwie Leid. Er hält sich für absonderlich und pervers, weil er ungewollte Empfindungen für das Bürschchen entwickelt und hegt. Ich bin ja schon auf sein Gesicht gespannt, wenn sich diese Farce auflöst.

Neben alle dem, hab ich aber doch so ein Fragezeichen über dem Kopf schweben…

1585 – woher zum Geier kommen die Kartoffeln?!
Wulf findet Lee im Schnee…Dem Gefriertod nahe. Warum zum Henker hat sie nicht einmal einen klitzekleinen Schnupfen?!

Fragen über Fragen…
Einerseits ist die Neugierde geweckt, und doch ist der Schreibstil etwas sperrig, dass man nicht so richtig in den flow kommt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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