Rezension: Mercenary (Die Carter Akten) von Felix A. Münter

(c) Papierverzierer Verlag

Klappentext:

Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist.
Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen.
Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist.

Inhalt:

Carter ist Söldner und käuflich.
Er übernimmt alles was sein Bankkonto füllt und ist dabei nicht zimperlich. Er übernimmt Aufträge gegen Geld und dabei ist Moral nebensächlich, zumindest scheint es so.
Wie man als Leser schnell erfährt ist Carter natürlich nicht der richtige Name von unserem Protagonisten und wirklich zu 100% skrupellos ist er auch nicht…
Wir verfolgen den Söldner bei einer Art Schnitzeljagd durch New York und dessen “Ermittlungen”, um an die verschwunden Kisten seines Auftraggebers zu kommen.
Aber was passiert, wenn man feststellen muss, dass der Inhalt der Kisten sehr brisant ist und die Bilder einen ganz besonderen Stellenwert haben?
Ist dann das gefüllte Bankkonto immer noch wichtiger als Moral?

Fazit:

Auf ca. 160 Seiten erzählt uns Felix A. Münter völlig schnörkellos und flüssig die Geschichte in der Ich-Perspektive von Carter.
Hautnah erleben wir die Abenteuer mit und sind direkt an der Seite des Protagonisten von Schießereien, Schlägereien  und Befragungen.
Auf 160 Seiten ist es sicherlich nicht möglich ausgefeilte Charakterstudien zu betreiben und doch vermittelt uns der Autor ein gutes Gefühl für Carter, oder wie immer er auch heißen mag.
Auch die Beweggründe aller anderen Beteiligten erschließen sich völlig logisch und man denkt sich durchaus: Ja, bei dem Geld… oder, ja, wenn das mein Kind gewesen wäre…
Felix A. Münter hat hier einen Protagonisten geschaffen, der kein wirklicher Sympathieträger ist, andere würden auch sagen er ist ein regelrechtes Ar…loch und doch war er mir auch keinen Moment wirklich unsympathisch.
Das Ende hat mich überzeugt und lässt auf eine Wiederkehr von Carter hoffen, auch wenn diese Geschichte völlig abgeschlossen ist und keine Fragen offen bleiben.
Mit diesem Thriller liefert der Autor uns literaririsches Popcornkino vom Feinsten.
Ich habe mich auf jeden Fall 160 Seiten lang nicht gelangweilt und es war die ideale Lektüre für “zwischendurch”.
Manchmal ist es tatsächlich so: In der Kürze liegt die Würze!
Mercenary bekommt von mir 4 von 5 möglichen Punkten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 164 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag; Auflage: 1 (6. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959626029
ISBN-13: 978-3959626026
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