Rezension: ERIC von Marco Monetha

(c) Schardt Verlag

Klappentext:

„Sag mir, kleiner Mann. Wie weit würdest du gehen, um diesen Kerl loszuwerden?“ Eric merkt sofort, dass Buck ihm eine wichtige Frage stellt, und je nachdem, wie er antwortet, kommt etwas in Gang, das alles ändern wird. Er überlegt nicht lange, schaut ihm fest in die Augen und sagt: „Ich würde alles dafür tun.“
Mit dieser Antwort geht der junge Eric eine tiefe und lebenslange Verbindung zu Buck, dem Jäger, ein. Ein dunkles Geheimnis verbindet die beiden, und eine bedingungslose Freundschaft in einem kleinen Dorf im Norden Deutschlands beginnt. Als Erics Mutter Jahre später auf bestialische Weise ermordet

Inhalt:

Der Beginn des Buches ist gleich ein echter Knaller. Eric findet seine Mutter brutal ermordet zu Hause.

Geschändet, gequält und dann nach einer Radierung von Goya in Szene gesetzt. (Wer möchte, kann bei Google mal nach den Radierungen suchen…)

Diese Inszenierung veranlasst Eric gleich dazu, dass er einen Verdächtigen hat und der ist niemand anderes als seinen Freund Buck.

Aber sehr schnell ist klar, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. Ein Feind der nichts unversucht lässt um beide Männer zur Strecke zu bringen.

Fazit:

ERIC ist Marco Monethas Debütroman und ich habe ihn nach JONAS gelesen, der eigentlich der Nachfolger ist. Meine Neugier hat mich aber dazu getrieben, dass ich unbedingt mehr über Eric und Buck erfahren wollte und ich habe es nicht bereut!

 

Mit diesem Thriller schafft der Autor Protagonisten, die waschechte Psychopathen sind. Eigentlich müsste man diese verabscheuen und ihnen wünschen, dass sie bis ans Ende ihres Lebens weggesperrt werden. Aber was passiert? Der Autor hat es geschafft, dass sie mir doch tatsächlich sympathisch waren…

 

Das Buch besteht aus zwei Zeitebenen. In den Rückblenden erleben wir immer wieder prägnante Momente aus der Jugend von Eric, die uns als Leser die Möglichkeit geben uns in die beiden Protagonisten hinein zu versetzen und auch viele Zusammenhänge erklären.

Die Story ist brutal, schonungslos und wir werden hier mit dem Dreck der menschlichen Psyche beworfen und das eigentlich während der gesamten Geschichte. Mimosentauglich ist dieses Buch sicherlich nicht.

Marco Monetha ist ein wirklich begabter Geschichtenerzähler, der es versteht mit eingestreuten Anekdoten, seiner Sprache und den Zeitsprüngen die Spannung konstant hoch zu halten.

Eins jedoch zur Warnung:

Wer eine Story erwartet, die Gut und Böse strikt trennt und auch das Böse verdammt, der wird enttäuscht sein. Die gesamte Geschichte ist ein Gewebe aus grau. Wenn man sich aber auf dieses Abenteuer einlässt und es böse und durchaus blutig mag, dann bekommt man einen wirklich guten Roman.

Von mir bekommt ERIC eine klare Leseempfehlung mit vollen 5 von 5 Punkten.

Hier kommen jetzt noch anderer Meinungen zu ERIC:

 

Hier nochmal mein Link zu JONAS, falls ihr da stöbern wollt:  Marco Monetha – JONAS

Taschenbuch: 243 Seiten
Verlag: Schardt, M; Auflage: 1 (15. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898418936
ISBN-13: 978-3898418935
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Na sag ich doch das "ERIC" dir gefallen wird! Hab das Debüt von Marco mehr als gerne gelesen und freue mich nun auf "JONAS" der schon auf dem Weg zu mir ist!

Es freut mich zu lesen, dass Dir Eric genauso gut gefallen hat wie mir. Ich mag es sehr, wenn der Gute nicht durch und durch moralisch erhaben und gut ist und auch der Böse gewisse Sympathien erringen kann. Hier mischt es sich extrem und das ist mal etwas ganz anderes, was mir richtig gut gefallen hat.
Hab auch vielen Dank für's Verlinken, ich hab diese schöne Rezension hier auch gleich bei mir verlinkt.