Rezension: Wer mordet schon in Köln? von Regina Schleheck

(c) Gmeiner-Verlag
Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag;
Erscheinungsdatum: 06.07.16
ISBN-10: 3839219620
ISBN-13: 978-3839219621

Klappentext:

Eine Multikulti-Metropole wie Köln eröffnet vielseitige Krimi-Settings, etwa solche mit historischen Bezügen – römischen, französischen, preußischen, jüdischen – oder »et hillije Kölle« in Person der Stadtpatronin Ursula. Neben dem Tatort Rhein bieten sich die Medien- und Museumslandschaft oder die Schwulenszene an. Auch das »Jeföhl« kommt nicht zu kurz: Karneval, Komödiantenkultur, Kölschen Klüngel und den FC Köln verwebt Schleheck in elf bitterbösen und schwarzhumorigen Liebeserklärungen an ihre Heimatstadt.

Inhalt:

Der Untertitel zu dem Buch lautet:

11 Krimis und 125 Freizeittipps (Kriminelle Freizeitführer im GMEINER-Verlag)

Und genau das, was dort geschrieben ist, bekommen wir auch geboten.
Regina Schleheck schickt uns mit 11 Kurzgeschichten durch Köln und wir begeben uns in verschiedene Epochen und Veedel, wie die Kölner ihre Stadtteile liebevoll nennen. Wir lernen schräge Personen kennen, feiern Karneval, gehen im Rhein unter, erleiden einen schrecklichen Genickbruch, und erfahren unter anderem, welche Funktion der “Deutz-Tief” während der dunklen Zeit Deutschlands hatte.
Auch vor dem Tod des Geißbocks des Kölner FC macht die Autorin keinen Halt und schafft eine wundervolle Geschichte drum herum.
Wir wandern  mit den verschiedenen Protagonisten durch Köln und in den einzelnen Geschichten finden wir an den Sehenswürdigkeiten oder bei wichtigen Persönlichkeiten Nummern, die auf die nachfolgenden Ausflugstipps hinweisen.
Hättet Ihr gewusst was der Platzjabbeck ist, oder der Klingelpütz oder was die Melaten sind?
Ich weiß es jetzt und wenn Ihr nicht nur Fakten haben wollt, sondern tolle Geschichten lesen wollt, die diese Dinge in Zusammenhang bringen, dann kann ich dieses Werk nur empfehlen.

Fazit:

Regina Schleheck schreibt in gewohnter Manier den Gegebenheiten angepasst und schafft es immer den richtigen Ton zu treffen. Ich mag Ihren Stil sehr gerne, denn er ist rund, authentisch und ich finde sie ist eine wirklich begabte Erzählerin.
Dem Buch merkt man an, dass der Autorin Ihre Heimatstadt viel bedeutet und Fakten recherchiert hat.
Sie hat mich zum Schmunzeln gebracht, aber auch traurig bzw. bedrückt zurückgelassen, nachdem ich eine Geschichte beendet hatte.
11 kurzweilige und teilweise skurille Geschichten gepaart mir viel Wissen rund um Köln dich mich auf allen Ebenen unterhalten haben.
Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde von Kurzgeschichten und Lesern, die Ihre Kölnaffinität noch weiter ausleben wollen.
Volle 5 von 5 möglichen Punkten
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