Autorenvorstellung: Lilly Konrad

verfasst von Tii

Hallo zusammen,

heute möchten wir Euch eine ausgesprochen liebe Dame vorstellen, die unsere liebe Tii in Leipzig auch schon persönlich kennenlernen durfte. Aus der Feder dieser Autorin stammen Werke wie “Staub von den Sternen”, “Was andere nicht haben”, “1001 Angst”, “Ich bin Gott” und “Eiseskälte”.

Wahrscheinlich ahnen es schon welche, wenn nicht hier die Auflösung: Die Rede ist von Lily Konrad.

Lily Konrad hat (laut Ausweis) am 21.02.1959 Geburtstag, ist ergo stattliche 35 😉 😉 😉

Hauptberuflich schreibt Lily wissenschaftliche Texte und damit für den Leser klar ersichtlich ist, wann es um Fiktion und wann um knallharte, nackte Zahlen, Fakten und Daten, hat sie aus ihrem eigentlichen “Geburtsnamen” Lily Konrad als Pseudonym abgeleitet

Zusammen mit ihrem Mann (sie sind schon 33 Jahre verheiratet, was heutzutage ausgesprochen selten und bemerkenswert ist) lebt sie in ihrer Wahlheimat Butzbach (Hessen). Lily und Ihr Mann haben 2 Söhne (30 + 28) eine Tochter (17) und sogar schon einen kleinen süßen Enkel. 


Neben dem Schreiben liest sie natürlich gerne. Zu ihren Lieblingsautoren gehören Marian Keyes (Sushi for Beginners), Sandra Brown und sie ist bekennender Black Dagger-Fan. Des Weiteren betätigt sie sich kreativ, wenn nach selbst erdachten Mustern strickt, geht gerne wandern oder auf Reisen.

Doch nun überlassen wir doch ihr selbst weiter das Wort, denn wer kann sich besser erklären als man selbst? 🙂

Wie kam Lily zum Schreiben:

Meine Liebe zum Erzählen
habe ich schon als Kind entdeckt. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der
Ansicht gelangt, dass alles die Schuld meines Großvaters ist. Als kleines Kind
kuschelte ich mich nämlich gern morgens, wenn wir eigentlich aufstehen sollten,
zu ihm ins Bett und bettelte: „Großvati, erzählst du mir eine Geschichte von
Kasperle und dem kleinen Krokodil?“ Fast immer tat er mir den Gefallen, aber
einmal konterte er mit: „Nein, heute erzählst du mal.“
Wahrscheinlich dachte er sich, dass ich die bis auf kleine
Abwandlungen immer gleiche Geschichte längst auswendig konnte. Ich weiß nicht
mehr, was ich geantwortet habe, aber ich glaube, damals habe ich angefangen,
mir Geschichten auszudenken. 

Sobald ich des Schreibens mächtig war, habe ich dann meine Geschichten auch zu
Papier gebracht. Meinen ersten Roman habe ich allerdings erst viel später
verfasst. Der frühe Unfalltod eines nahen Verwandten und guten Freundes brachte
mich dazu zu überlegen, ob es in meinem Leben etwas gab, das ich unbedingt noch
erleben oder tun wollte – denn das wollte ich nicht mehr länger auf die lange
Bank schieben. „Ein Buch schreiben“ war das Erste, das mir einfiel. Mein
allererster Roman liegt allerdings noch in meiner Schublade, erst mit dem
nächsten („Staub von den Sternen“) habe ich mich an die Öffentlichkeit gewagt.

Ihre Ideenlieferanten und Quellen:

Das ist sehr
unterschiedlich, aber eigentlich „hole“ ich sie mir nicht, sondern sie finden
mich. Da ist ein Satz, den ich irgendwo höre oder lese, eine Person, die ich
irgendwo sehe, eine Stimmung, die ich wahrnehme – und plötzlich habe ich ein
paar Bilder dazu im Kopf. Das ist der Anfang, etwa vergleichbar mit einem Stück
Wollfaden, den man weiterverfolgen kann. Und wie bei Wolle gibt es ganz
unterschiedliche „Erzählfäden“: einfarbige und bunte, glatte und raue, solche
die endlos weiterzugehen scheinen und solche, die gleich wieder abreißen. Ich
suche mir die schönsten heraus und daraus werden dann meine Bücher.

Wie geht Deine Familie, Freunde etc mit dem Schreiben um?
Unterstützung? 

Erst erstaunt, dann skeptisch, inzwischen mit einem gewissen
Stolz. Sie akzeptieren inzwischen, dass das Schreiben nun zu mir gehört und
unterstützen mich. Das hat allerdings einige Überzeugungsarbeit gekostet und in
manchen Situationen (wenn ich mich z.B. unbedingt zurückziehen und schreiben
muss) errege ich bisweilen immer noch Unwillen. Macht aber nix 

Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich
bedeuten. 



Eine Bekannte sagte zu mir: „Du lebst in zwei Welten – in deiner
Fantasiewelt und in der Wirklichkeit.“ Das stimmt und ich genieße es, beliebig
von einer in die andere wechseln zu können. Aber erst wenn mir meine Leser in
meine Fantasiewelt folgen und sich dort wohlfühlen, bin ich glücklich. 

Für alle, die schon Lily Konrad Fan sind oder nun Interesse an ihr gefunden haben, dürfen sich freuen, denn sie arbeitet derzeit an einer weiteren Thriller-Episode für Complex West, einer Liebesgeschichte und einer Fortsetzung von Was andere nicht haben. Veröffentlichungstermine sind bisher noch nicht bekannt.

Wenn ihr noch mehr über Lily und ihre Werke erfahren möchtet, dann schaut doch mal  hier vorbei 🙂

Wir bedanken und recht herzlich bei Lily Konrad für ihre Zeit, Geduld und das total amüsante und nette Gespräch 🙂 

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