SuB-Sunday #87

Hallo zusammen!

Sonntags ist die Zeit um Euch Schätze zu zeigen, die bei uns eingezogen sind und damals unbedingt gelesen werden wollten.

Jetzt sind sie da und fristen ein Leben als SuB-Leichen in unseren Regalen…

Aber zumindest erlösen wir teilweise aus diesem Zustand, in dem wir Euch auch diese Woche wieder
zwei Bücher vorstellen aus dieser Kategorie.

Eure Tii & Ana Weiterlesen

Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes

Klappentext:

Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod.
Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?
Timur Vermes‘ neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire, aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich. DIE HUNGRIGEN UND DIE SATTEN fängt dort an, wo der Spaß aufhört.

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Rezension: Das Waisenmädchen und der Lord von Laura Gambrinus

Das Waisenmädchen und der Lord Lord Rennison, Marquess of Marlborough, ist ein Mann, der zu seinem Wort steht. Er hat einem Kameraden auf dem Sterbebett sein Versprechen gegeben, sich um dessen kleine Tochter zu kümmern, sollte er heil aus dem Krieg heimkehren. Also lässt er alles für das Mädchen vorbereiten: Eine Schaukel im Park anbringen, ein Zimmer einrichten, Personal abstellen. Ihr wird es an nichts mangeln und er selbst wird das Geschöpf kaum zu Gesicht bekommen, dafür hat er gesorgt. Doch – anstelle eines Kindes entsteigt eine junge Frau der Kutsche. Statt der Nanny wird eine Zofe gebraucht, statt des Spielplatzes ist ein Bräutigam gefragt, denn die junge Dame soll schnellstmöglich verheiratet werden und das Haus verlassen. Doch unter all den Männern, die um die hübsche Alice werben, ist kein einziger, der den Ansprüchen des gestrengen Vormunds genügt, und der Marquess findet immer neue Gründe, die Herren hinauszukomplimentieren. Schließlich muss sich der Lord die Frage stellen, ob sich die temperamentvolle, lebensfrohe Alice in sein eigenes Herz geschlichen hat. Lassen Sie sich von Laura Gambrinus in die Zeit des Regency entführen und begleiten Sie Alice bei ihren berührenden Erlebnissen in Langton Abbey – ein Lesespaß voller Dramatik und Humor.

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Dennis Lehane – Der Abgrund in Dir (Abbruch)

Klappentext:

Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen? Weiterlesen

SuB-Sunday #86

Hallo zusammen!

Sonntags ist die Zeit um Euch Schätze zu zeigen, die bei uns eingezogen sind und damals unbedingt gelesen werden wollten.

Jetzt sind sie da und fristen ein Leben als SuB-Leichen in unseren Regalen…

Aber zumindest erlösen wir teilweise aus diesem Zustand, in dem wir Euch auch diese Woche wieder
zwei Bücher vorstellen aus dieser Kategorie.

Eure Tii & Ana Weiterlesen

Vernon Subutex 3 von Virginie Despentes

Klappentext:

Im dritten und letzten Teil ihrer Vernon-Subutex-Trilogie führt Virginie Despentes ihre Figuren und die Leser in das Frankreich der Attentate vom 13. November 2015 – und damit ins Herz eines gesellschaftlichen Traumas. Zunächst sieht eigentlich alles geradezu idyllisch aus. Die Gruppe um Vernon hat Paris verlassen und lebt an wechselnden Orten auf dem Land. Dort werden sogenannte »Convergences« abgehalten, total angesagte Raves, zu denen man aber nur mit persönlicher Empfehlung zugelassen wird. Klar, dass jeder dorthin will und »tout Paris« versucht, eine Einladung zu ergattern. Doch auch dies ist nicht das Paradies, es gibt Misstrauen und Eifersüchteleien, die Gruppe zerfällt. Dann kommt der 13. November 2015 – die Attentate von Paris – und die Stimmung ändert sich vollkommen.

Jede der Figuren ist in irgendeiner Weise – direkt oder indirekt – betroffen von den Ereignissen. Jede muss für sich versuchen einen Weg zu finden, damit umzugehen. Und natürlich führen diese Wege am Ende nicht alle in dieselbe Richtung. Mit enormem Einfühlungsvermögen und einer persönlichen Betroffenheit, die aus jeder Zeile spricht, erweist sich Virginie Despentes einmal mehr als brillante, scharf analysierende Chronistin unserer Zeit und als begnadete Erzählerin. Weiterlesen